Kölner Verleger Alfred Neven DuMont ist tot

Er war einer der letzten großen Verleger Deutschlands: Alfred Neven DuMont ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte das Medienhaus M. DuMont Schauberg mit.


Der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte das Medienhaus M. DuMont Schauberg (MDS) am Sonntag mit. Er war Herausgeber und langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender des Verlags.

Neven DuMont galt als Patriarch mit großem Einfluss. Das auch nach seiner Familie benannte Medienhaus prägte er über Jahrzehnte. In den Sechzigerjahren gründete er die Kölner Boulevardzeitung "Express".

In der MDS-Gruppe erscheinen heute auch der "Kölner Stadt-Anzeiger", die "Kölnische Rundschau", die "Mitteldeutsche Zeitung", die "Hamburger Morgenpost", die "Berliner Zeitung" und der "Berliner Kurier".

Nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze des Aufsichtsrates der Mediengruppe gab Neven DuMont im vergangenen Jahr den Vorsitz ab und wurde Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats.

Neuer Vorsitzender ist seitdem sein Verwandter und bisheriger Stellvertreter, der Verleger und Manager Christian DuMont Schütte. Der 57-Jährige gehört zur zwölften Generation der Kölner Verlagsdynastie.

Neven DuMont habe "maßgeblich die Geschicke der Zeitungen, allen voran des 'Kölner Stadt-Anzeigers', beeinflusst", sagte DuMont Schütte. "Der Verlust meines langjährigen Partners trifft mich schwer."

fab/dpa



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