Altkanzler-Doku ARD zeigt Höhen und Tiefen der Kohl-Karriere

Vier Tage lang redeten die Hamburger Dokumentarfilmer Stephan Lamby und Michael Rutz mit dem Altbundeskanzler Helmut Kohl über die Höhen und Tiefen seiner Karriere. Die ARD strahlt das kritische Porträt im Januar.


Altbundeskanzler Kohl: Private und politische Geschichte
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Altbundeskanzler Kohl: Private und politische Geschichte

Hamburg - Nur selten ist es Journalisten gelungen, dem heute 73-jährigen Altbundeskanzler so nahe zu kommen. Für ihren Dokumentarfilm "Helmut Kohl. Ein deutscher Kanzler" sprachen die Hamburger Autoren Stephan Lamby und Michael Rutz mit Helmut Kohl in dessen Wohnhaus in Ludwigshafen-Oggersheim über Höhepunkte und Karriereknicks. In den beiden jeweils 45-minütigen Filmen berichtet Kohl offen über Sternstunden wie seine Wahl zum Bundeskanzler 1982, den Fall der Berliner Mauer und die europäische Einigung, aber auch über traumatische Erlebnisse wie innerparteiliche Putschversuche, die Spendenaffäre oder den Tod seiner Frau Hannelore.

Die Autoren begleiteten Kohl auch in seiner Wahlheimat Berlin und auf einer mehrtägigen USA-Reise. Darüber hinaus führten sie Interviews mit politischen Weggefährten wie George Bush sen., Michail Gorbatschow, Bill Clinton, Richard von Weizsäcker, Oskar Lafontaine, Hans-Dietrich Genscher, Wolfgang Schäuble und Angela Merkel. Die umfassende Dokumentation soll zeigen, wie sehr sich private Geschichte und Weltgeschichte im Leben von Helmut Kohl berühren, heißt es im Pressetext der Produktionsfirma Eco Media.

Die Fernsehproduktionsgesellschaft, 1997 von dem Hamburger Journalisten Stephan Lamby gegründet, produzierte in den vergangenen Jahren zahlreiche erfolgreiche Dokumentationen und Reportagen für die ARD, darunter "Das große Schauspiel. Inszenierung von Politik im permanenten Wahlkampf" (Phönix, 2002), "Der Topagent. Das geheime Leben des Werner Mauss" (ARD, 1999) und "Mord nach der Tagesschau. 30 Jahre Tatort" (ARD, 2000).

Die ARD zeigt "Helmut Kohl. Ein deutscher Kanzler" am 5. und 12. Januar 2004 jeweils um 21.45 Uhr. Beim NDR ist das Porträt am 21. und 28. Januar (jeweils um 23.00 Uhr) zu sehen.



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