ARD und ZDF Neue Gesichter braucht der Schirm

Für die Moderatoren Uli Wickert und Wolf von Lojewski werden Nachfolger gesucht. Die Parteien nehmen Einfluss auf das öffentlich-rechtliche Personalkarussell. Ein möglicher Wechsel des Londoner ARD-Korrespondenten Claus Kleber zum ZDF könnte am Widerstand der Union scheitern.


Macht Schluss: Wolf von Lojewski
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Macht Schluss: Wolf von Lojewski

Mainz - Angeblich seien Unionsvertreter im ZDF-Fernsehrat dagegen, dass Kleber zum Jahresende den Job des scheidenden Wolf von Lojewski als "heute-journal"- Moderator übernehme, schreibt "Focus" in seiner neuesten Ausgabe. Fernsehrat-Mitglied Markus Söder (CSU) sagte dem magazin: "Wir brauchen niemanden von der ARD."

ZDF-Pressesprecher Walter Kehr wertete die Meldung als reine Spekulation. Es sei vom ZDF nie gesagt worden, dass Kleber komme, daher könne auch nicht gesagt werden, dass er nicht komme, sagte Kehr der am Sonntag. "Personalien gehen nicht über den Fernsehrat", ergänzte er.

Am 18. September hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass Claus Kleber Wolf von Lojewski als Leiter des "heute- journals" ablösen solle. Darüber werde der ZDF-Verwaltungsrat am 18. Oktober abstimmen. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender wollte damals zu diesem Bericht keine Stellung nehmen.

Kleber war nach Angaben des "Focus" ursprünglich als Nachfolger von ARD-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert vorgesehen, dessen Vertrag im August 2003 ausläuft. Inzwischen stehe Wickert aber vor der Verlängerung seines Vertrages um weitere drei Jahre, schreibt das Magazin. ARD-Sprecher Rüdiger Oppers wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.



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