Art Basel Kunstmesse dementiert Zerstörung von Kunstwerk durch Dreijährige

Eine Dreijährige soll auf der Art Basel eine wertvolle Fliegen-Skulptur vom Sockel gerissen und damit zerstört haben. Nun heißt es: Es gab gar keine Beschädigung.

Art Basel: Am 16. Juni ging die diesjährige Verkaufsshow zu Ende
Georgios Kefalas/ KEYSTONE/ DPA

Art Basel: Am 16. Juni ging die diesjährige Verkaufsshow zu Ende


Die Meldung schlug hohe Wellen und verbreitete sich rasant: Eine Mutter soll auf der Art Basel mit ihrem Kleinkind im Kinderwagen an einer Skulptur der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch vorbeigefahren sein. Dabei habe die Dreijährige nach der überdimensionierten Fliege gegriffen, diese vom Sockel gerissen und damit zerstört. Auch SPIEGEL ONLINE vermeldete den Vorfall und bezog sich dabei auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

In dem Artikel ist davon die Rede, dass die "weißen Flügelchen der Fliege" unter "Scheppern und Klirren" vom Korpus abgebrochen waren. Ein entsprechendes Foto ist dort zu sehen, mit einem Buggy und einer großen auf dem Rücken liegenden Fliege in einem Ausstellungsraum. Der Wert des zerstörten Kunstwerkes belaufe sich auf 50.000 Euro.

Der SPIEGEL bemühte sich um eine Bestätigung. Die Art Basel teilte daraufhin schriftlich mit: "Wir sind über diesen Vorfall informiert und wurden von der Galerie darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Arbeit nicht beschädigt wurde." Weitere Angaben wollte die weltweit renommierte Kunstmesse nicht machen.

Von der in New York und Los Angeles ansässigen Matthew Marks Gallery, die das Fritsch-Werk an ihrem Stand ausgestellt hatte, blieben die Anfragen des SPIEGEL bis zum späten Nachmittag unbeantwortet. Auch die Künstlerin selbst war nicht zu erreichen.

brs



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