Fotostrecke

Banksy-Graffiti in London: Agenten in Rot und Gold

Foto: Neil Munns/ dpa

Geheimdienstkritisches Graffiti Banksy-Kunstwerk übersprüht

Streetart-Künstler Banksy ist wieder Opfer einer Attacke auf eines seiner Kunstwerke geworden: Unbekannte haben ein Bild von drei Agenten beschmiert, das Banksy in der Nähe des britischen GHCQ-Geheimdiensts in Cheltenham gesprüht hatte.

Cheltenham - Ein Graffiti des britischen Streetart-Künstlers Banksy ist im englischen Cheltenham mit roter und goldener Farbe übersprüht worden. "Der Banksy ist mit Anti-Graffiti-Farbe geschützt, aber es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, weil die Farbe durch die Schutzschicht dringen und das Kunstwerk ruinieren kann", sagte eine Sprecherin der von Geschäftsleuten gegründeten Initiative "Rettet den Banksy". In der Nacht hatten Anwohner eine Gruppe Männer mit einer großen Abdeckplane weglaufen sehen - ob sie etwas mit dem Anschlag auf das Kunstwerk zu tun haben, ist bislang unklar.

Das Graffiti in Cheltenham hatte schon im April für Aufsehen gesorgt: Dort war das Bild im Stil Banksys über Nacht an einer Hauswand aufgetaucht. Es zeigt drei Spione, die mit Abhörtechnik auf eine tatsächlich dort stehende Telefonzelle zugehen - Banksy hatte später über seine Homepage  bestätigt, der Künstler zu sein. Das Hauptquartier des in Abhörskandale verstrickten britischen Geheimdienstes GCHQ ist nur wenige Kilometer entfernt. Ein Kunstsammler will das Bild kaufen und aus der Mauer entfernen lassen.

Banksys Streetart-Kunstwerke machen immer wieder Schlagzeilen: Zuletzt waren einem seiner Werke in Bristol nur wenige Stunden in Freiheit vergönnt: Dort, wo zuvor noch ein eng umschlungenes, in seine Handys vertieftes Paar zu sehen war, hing kurze Zeit später bloß noch ein Zettel: "Das neue Banksy-Werk ist in unserem Club, um es vor Vandalismus oder sonstigem Schaden zu schützen." Der Zettel stammte von den Mitarbeitern eines nahe gelegenen Jugendklubs, dessen Mitarbeiter das Kunstwerk "Mobile Lovers" mit Brechstangen entfernten. Der rund 120 Jahre alte Klub soll mit den Spenden der Besucher vor der Pleite gerettet werden.

mxw/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.