Anzeige

Street-Art

Banksy bekennt sich zu zweitem Kunstwerk in Venedig

Mit einer spektakulären Aktion hat der Künstler Banksy vor wenigen Tagen die Kunstwelt bei der Biennale in Venedig vorgeführt. Nun hat er ein zweites Werk in der Lagunenstadt für sich reklamiert.

Samstag, 25.05.2019   10:42 Uhr

Anzeige

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat ein bereits vor fast zwei Wochen in Venedig entdecktes Graffito für sich reklamiert. Auf seinem Instagram-Account postete Banksy am Freitag ohne Kommentar zwei Fotos von dem Kunstwerk an einer Hauswand an einem Kanal. Darauf zu sehen ist ein Kind mit einer Rettungsweste und einer Seenotfackel. Das Wandgemälde war kurz nach der Eröffnung der Kunst-Biennale entdeckt worden.

Bevor Banksy die Verantwortung für das Bild des "Migrantenkindes", wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" es nennt, übernahm, hatte er bereits enthüllt, ein weiteres Kunstwerk in Venedig gezeigt zu haben. Während der Biennale in Venedig hatte er in der Nähe vom Markusplatz einen Straßenstand aufgebaut. Darauf sind mehrere Gemälde zu sehen, die sich zu einem großen Kreuzfahrtschiff zusammenfügen. Daneben steht ein Schild mit dem Titel "Venice in Oil" - ein Verweis auf die Verschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe in Venedig.

Anzeige

"Mein Stand bei der Venedig-Biennale", heißt es zu einem Video auf dem verifizierten Instagram-Account des Künstlers: "Obwohl es die größte und renommierteste Kunstveranstaltung der Welt ist, bin ich aus irgendeinem Grund nie eingeladen worden."

Um Banksy hat sich ein riesiger Hype entwickelt, weil er seine Identität seit Jahren geheim hält. Immer wieder tauchen Werke auf, die ihm zugeordnet werden. Vergangenen Herbst hatte Banksy weltweit Schlagzeilen gemacht, weil er sein Werk "Girl with Balloon" während einer Kunstauktion zur Hälfte schredderte. Es war unmittelbar vor der Aktion für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro versteigert worden.

Video: Banksys Schredder-Bild in Deutschland

mhe/dpa

Weitere Artikel

Forum

Forumskommentare zu diesem Artikel lesen
Anzeige
© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung