Rätsel um Venedig-Stand War Banksy unbemerkt bei der Biennale?

Der Künstler Banksy hat eigenen Angaben zufolge während der Biennale in Venedig einen Straßenstand mit einem Kunstwerk aufgestellt. Erkannt hat ihn offenbar niemand.

Felix Hörhager/ DPA

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat nach Darstellung auf seinem Instagram-Account während der Biennale in Venedig in der Nähe vom Markusplatz einen Straßenstand aufgebaut. Darauf sind mehrere Gemälde zu sehen, die sich zu einem großen Kreuzfahrtschiff zusammenfügen. Daneben steht ein Schild mit dem Titel "Venice in Oil" - ein Verweis auf die Verschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe in Venedig.

"Mein Stand bei der Venedig-Biennale", heißt es zu einem Video auf dem verifizierten Instagram-Account des Künstlers: "Obwohl es die größte und renommierteste Kunstveranstaltung der Welt ist, bin ich aus irgendeinem Grund nie eingeladen worden." In dem Video sind nicht nur Passanten zu sehen, die den Straßenstand als das schönste Werk der Biennale loben, sondern auch Polizisten, die den mutmaßlichen Straßenverkäufer auffordern, den Platz zu verlassen.

Um Banksy hat sich ein riesiger Hype entwickelt, weil er seine Identität seit Jahren geheim hält. Immer wieder tauchen Werke auf, die ihm zugeordnet werden. Erst vor wenigen Tagen rätselte Venedig, ob ein Wandgemälde an einem Kanal von Banksy stammen könnte; darauf zu sehen ist ein Kind mit einer Rettungsweste.

Vergangenen Herbst hatte Banksy weltweit Schlagzeilen gemacht, weil er sein Werk "Girl with Balloon" während einer Kunstauktion zur Hälfte schredderte. Es war unmittelbar vor der Aktion für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro versteigert worden.

Video: Banksys Schredder-Bild in Deutschland

REUTERS

aar/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Safiye 23.05.2019
1. Wohin sollen ...
... die Veranstalter die Einladung zur Biennale denn schicken ? Seine Einfälle sind brillant und verursachen immer einen Aha-Effekt, denn er sieht die Welt aus neuer überraschender Perspektive. Das Schiff, dass allen Raum ein- oder besser wegnimmt ... Wenig von Venedig, viel Schiff ...
louisesullivan 23.05.2019
2. digital age
Das hat jetzt schlappe 8 Tage gedauert, bis es die Meldung zu den Agenturen geschafft hat. art.Das Kunstmagazin wusste es schon am 15 https://www.facebook.com/293963150265/posts/10156842989715266/
weltbekannt 23.05.2019
3. Noch ein Hinweis
Zeitgleich mit der Eröffnung der Biennale fand sich ja auch noch ein Graffito an einer Wand in Venedig an dem ich zufällig vorbei kam. Und auch der BR berichtet darüber: https://www.br.de/nachrichten/kultur/neues-banksy-werk-ueber-kanal-in-venedig-gefunden,RQRTjml Also war Banksy wohl vor Ort. Unentdeckt von der Hautevolee der Experten.
feuerfloh 23.05.2019
4. Das Arrangement ist gradios.
Die Collage, die Gestaltung des "Verkaufsstandes", der vermeintliche Künstler hinter der Zeitung. Ganz goßes Kino :-)
DorianH 23.05.2019
5.
Zitat von Safiye... die Veranstalter die Einladung zur Biennale denn schicken ? Seine Einfälle sind brillant und verursachen immer einen Aha-Effekt, denn er sieht die Welt aus neuer überraschender Perspektive. Das Schiff, dass allen Raum ein- oder besser wegnimmt ... Wenig von Venedig, viel Schiff ...
Naja, das dürfte wohl das kleinste Problem sein. Es darf doch angenommen werden, daß die Veranstalter der Biennale diverse Accounts bei FB, Instagram usw. haben. Da schreibt man dann halt öffentlich eine Einladung und gut. Angenommen wird sie offiziell ohnehin nicht, denn das liefe ja auf eine Lüftung seiner Identität hinaus. Ist jetzt aber auch egal, denn er war ja wohl schon da ;-)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.