"Big Brother"-Dorf Pilger scheuen das Rampenlicht

Während des Weltjugendtags in Köln werden keine Pilger im "Big Brother"-Dorf des TV-Senders RTL2 einquartiert. Ein entsprechendes Angebot der Produktionsfirma Endemol schlug das zuständige Komitee aus: Die Besucher sollen nicht Teil einer medialen Inszenierung werden.


"Big Brother"-Dorf bei Köln: Pilger ins Luxushotel
AP

"Big Brother"-Dorf bei Köln: Pilger ins Luxushotel

Köln - "Wir können nicht verantworten, dass unsere Besucher einer dauerhaften Kamera-Beobachtung ausgesetzt werden", sagte Weltjugendtagssprecher Kai Mennigmann.

Gestern hatte die Produktionsfirma Endemol angeboten, während des Weltjugendtags fünf junge Pilger in einer 200 Quadratmeter großen Luxusherberge unterzubringen, die unter anderem mit einem Whirlpool ausgestattet ist. Doch der Versuch, mit den jugendlichen Gästen die Quote der schwächelnden Reality-Show zu steigern, stieß auf wenig Gegenliebe: "Die Pilger kommen in erster Linie zum Weltjugendtag und nicht, um Gegenstand einer medialen Inszenierung zu werden, die nichts mit diesem Ereignis zu tun hat", sagte Mennigmann.

"Mit diesem Angebot wollen wir dem Weltjugendtag einfach nur helfen und jungen Menschen eine interessante Erfahrung bieten", sagte Endemol-Manager Borris Brandt, der die Absage bedauerte. Endemol wies darauf hin, dass die Weltjugendtagsbesucher nur mit ihrem Einverständnis gefilmt worden wären.



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