Bild des Tages Gullivers Reisen


DPA


Während Medien und Volk in Großbritannien seinen Rücktritt fordern, reiste der britische Premierminister Tony Blair mit Ehefrau Cherie in den fernen Osten, um die guten Beziehungen des Commonwealths zu China zu pflegen. Das Bild des einst gefeierten Labour-Riesen, Erfinder des "New Britannia", wird durch die undurchsichtige Affäre um vermeintlich vorgeschobene Gründe für den Beginn des Irak-Krieges und den ominösen Tod des Waffenexperten David Kelly schwer beschädigt.

Wie Gulliver, bevor er von den Stricken der Liliputaner an den Boden gefesselt wird, wirkt der sorgenvoll blickende Blair folglich bei der Besichtigung der aufwändigen Installation "Asian Field" des Künstlers Antony Gormley. Das Kunstwerk - es ist das bisher umfangreichste des für seine "Fields" bekannten Briten, besteht aus 192.000 handgroßen Lehmfiguren, die von 300 Bewohnern des chinesischen Huadu Distrikts (nordöstlich von Guangzhou) aus über 100 Tonnen Lehm gefertigt wurden. Nachdem es bereits in Guangzhou gezeigt wurde, kann das "Asian Field", ein britisch-chinesische Gemeinschaftsprojekt, nun einen Monat lang im Nationalmuseum am Tiannamen Square in Peking bewundert werden.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.