Axel Springer "Bild" will wöchentliches Politikmagazin testen

An einem "Printmagazin für die Online-Generation" will sich der Axel-Springer-Verlag 2019 versuchen: "Bild Politik" soll wöchentlich erscheinen - und auf die Gliederung durch klassische Ressorts verzichten.

"Bild"-Politikchef Nikolaus Blome und Springer-Vorstandsreferentin Selma Stern
Michael Huebner/ Nurfotos.de

"Bild"-Politikchef Nikolaus Blome und Springer-Vorstandsreferentin Selma Stern


Die "Bild"-Zeitung plant ein wöchentliches Politikmagazin, das im Frühjahr 2019 zunächst in einem Markttest in ausgewählten Regionen Deutschlands an die Kioske kommen soll. "Bild Politik" wolle die "wichtigsten Fragen der Woche stellen - jenseits klassischer Ressorts wie Innen- oder Außenpolitik", kündigte das Medienhaus Axel Springer ("Bild", "Welt") am Donnerstagabend in Berlin an. Die Rubriken sollen "Ärger", "Freude" und "Neugier" heißen und bewusst die Perspektive der Leser aufnehmen.

Das Blatt wolle das Publikum emotional ansprechen, beschrieb "Bild"-Politikchef Nikolaus Blome den Ansatz für die Publikation, hinter der die "Bild"-Redaktion steht. Blome und Springer-Vorstandsreferentin Selma Stern verantworten den Markttest.

Die Idee für die Neuerscheinung hatte die 32-jährige Stern. Sie habe dabei an eine ideale Mischung aus dem britischen "Economist" und der "Bild"-Politikseite gedacht - kompakt und auf den Punkt gebracht. Nach der Testphase werde man entscheiden, ob das Blatt regulär erscheinen soll. Angaben zu Preis und Auflage machte Springer nicht.

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner sprach von einem "Printmagazin für die Online-Generation". Auch wenn das Medienhaus nun die wöchentliche "Fußball Bild" nach zwei Jahren aus wirtschaftlichen Gründen einstelle, wolle Springer angesichts der Digitalisierung immer wieder neue Printprodukte ausprobieren.

Unter Druck könnte "Bild" von anderer Seite geraten: RTL plant eine Ausweitung seines journalistischen Onlineangebots, im Mittelpunkt sollen News über Prominente stehen, über die auch "Bild" häufig groß berichtet (lesen Sie mehr über die Pläne von RTL.de bei SPIEGEL+).

feb/dpa

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