Bildergalerie Die vermissten "Brücke"-Bilder

Von den Tätern, die beim spektakulärsten Kunstdiebstahl der Berliner Geschichte neun Gemälde berühmter Expressionisten im Wert von mehreren Millionen Euro gestohlen hatten, fehlte am Sonntag nach Polizeiangaben noch immer jede Spur. Werfen Sie bei SPIEGEL ONLINE einen Blick auf die Gemälde, die gestohlen wurden.


Berlin - Die Diebe entwendeten sechs Werke von Erich Heckel sowie je ein Bild von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde. Den Wert schätzten Experten auf mindestens zehn Millionen Euro. Wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades gelten die Gemälde als auf dem Kunstmarkt unverkäuflich. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Gemälden der expressionistischen Künstlergruppe "Die Brücke".


Erich Heckel: "Römisches Stilleben" Erich Heckel: "Irrer Soldat" Emil Nolde: "Herr Sch."
Ernst Ludwig Kirchner: "Tiergarten Berlin" Max Pechstein: "Junges Mädchen" Erich Heckel: "Roquariol"
Erich Heckel: "Tübingen" Erich Heckel "Nordsee" Erich Heckel: "Bildnis Otto Müller"



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Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hatten die Täter die Alarmanlage mit Montageschaum matt gesetzt. Über die rote Warnleuchte an der Außenwand des Hauses hatten sie einen Pappkarton gestülpt. Schätzungsweise zwischen 5.00 und 05.30 Uhr drangen die Diebe dann über ein Fenster an der Rückseite des Museumsgebäudes in die Galerie ein. Sie entwendeten jene Gemälde, die in unmittelbarer Nähe des zerborstenen Fensters hingen. Einige der gestohlenen Bilder sind knapp einen Meter hoch.

Das 1967 eröffnete das "Brücke"-Museum in Berlin-Dahlem besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken aller Mitglieder der Gruppe, darunter mehr als 400 Gemälde sowie Tausende von Handzeichnungen, Aquarellen und Originalgrafiken. Ergänzt wird die Sammlung durch Skulpturen aus Holz, zahlreiche Dokumente und kunsthandwerkliche Arbeiten der Künstler.

Anliegen der Einrichtung ist nach eigenen Angaben die Erforschung und die Präsentation der Kunst der "Brücke" und ihrer Zeit. In zahlreichen Sonderausstellungen wird Leben und Werk der einzelnen Gruppenmitglieder aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Ebenso beleuchten Ausstellungen über andere expressionistische und avantgardistische Künstler des frühen 20. Jahrhundert das künstlerische Umfeld der "Brücke"-Maler.

Berlin war bereits 1989 Schauplatz eines spektakulären Kunstraubs. Zwei berühmte Gemälde von Carl Spitzweg waren aus dem Schloss Charlottenburg gestohlen worden. Sie sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.



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