#BlasebalgLeaks "Titanic" narrt "Focus Online" mit Fake-Video

Die "Titanic" hat erneut eine Redaktion hereingelegt. Das Satiremagazin lancierte bei "Focus Online" einen Artikel über Frankfurter Autonome, die zur Manipulation von Luftmessstationen aufgerufen haben - alles frei erfunden.
#Blasebalg-Leaks (Videostill)

#Blasebalg-Leaks (Videostill)

"Titanic" hat mit einem Fake-Video "Focus Online" getäuscht. Die News-Website meldete, dass Linksautonome dazu aufgerufen hätten, Feinstaub- und Stickoxid-Messstationen zu manipulieren. Der vermeintliche Aufruf wurde auf der linken Website Indymedia veröffentlicht, versehen mit einem Screenshot und einem Link zu einer Videoanleitung, wie man diese Manipulation vornehmen könne. Doch hinter Aufruf und Video steckten die "Titanic"-Redakteure Leonard Riegel und Moritz Hürtgen, wie das Magazin nun öffentlich machte .

Bereits vor einem Jahr hatte die "Titanic" eine ähnliche Aktion gestartet. Damals jubelte sie der "Bild"-Zeitung eine Falschmeldung über Kevin Kühnert und die SPD unter.

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Im aktuellen Fall machten sich die Satiriker mit Sturmhauben unkenntlich und gaben vor, mit Hilfe eines Blasebalgs Autoabgase vom Auspuff abzunehmen und diese auf die Messstation am Friedberger Platz in Frankfurt am Main zu pusten. Um die Redaktion hereinlegen zu können, erfanden die "Titanic"-Mitarbeiter den Bürger Michael Leitmayr, der als Hobby vorgab, linke Aktivitäten zu überwachen. So machten sie den für Auto-Themen zuständigen Redakteur bei "Focus Online" auf den angeblichen Manipulationsaufruf aufmerksam.

"Als Geschichte wäre es schon mal ein Knaller", zitiert "Titanic" den "Focus Online"-Mann. Die Meldung wurde in der Nacht zum vergangenen Donnerstag auf der Website veröffentlicht und über die sozialen Medien beworben. Nachdem sich "Titanic" als Urheber des Fake-Aufrufs offenbart hat, überarbeitete "Focus Online" die Meldung  und versah sie mit einem Hinweis auf den satirischen Hintergrund und einer Entschuldigung an die Leser.

Die Redaktion der rechten Wochenzeitung "Junge Freiheit" veröffentlichte die Geschichte von der Manipulations-Anleitung ebenfalls am Donnerstag. Auch hier gibt es inzwischen einen redaktionellen Hinweis  auf die Satireaktion. Der Tweet der "Jungen Freiheit" zur Meldung wurde knapp 250 mal retweetet, auch vom SPIEGEL-Kolumnisten Jan Fleischhauer. "Titanic" verbreitet die Auflösung der Geschichte nun ihrerseits auf den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #BlasebalgLeaks.

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