Brexit-Spektakel im Hebbel-Theater Berlin Die kürzeste Theaterkritik der Welt

"Am 29. März 2019 um Mitternacht wird Großbritannien die Europäische Union verlassen." So kündigte das Theater HAU in Berlin die Aufführung "I love you, goodbye" an. Unser Theaterkritiker Wolfgang Höbel schrieb ratlos an die Redaktion.

Dorothea Tuch/ Hebbel am Ufer

Liebe KollegInnen,

meine Theaterkritik über das Brexit-Spektakel "I love you, goodbye" im Berliner HAU muss leider ausfallen. Es war keine kritisierbare Theaterinszenierung, sondern mehr ein fünfstündiger Kochabend auf offener Bühne, bei dem die Darstellerinnen und Darsteller ihre Lieblingsgerichte (Frankfurter Grüne Soße!) zubereitet haben.

Das ist, fürchte ich, für die SPON-Leser uninteressant, deshalb schreibe ich lieber nichts.

Herzliche Grüße

Wolfgang

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insgesamt 11 Beiträge
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501.legion 30.03.2019
1.
Fantastische Kritik! Kurz und präzise!
hwmueller 30.03.2019
2. Kuhl! Dekonstruktion im Kochtopf!
Beuys hätte geschrien vor Freude. Das Theater schafft sich selbst ab. Absolut genial. Das deutsche Publikum, vor allem das protest-Tante-ische, lässt sich "gut und gerne" quälen. Die neuen Kleider dieser Theateraktivisten sollte man tunlichst fördern, denn hier und nur hier köchelt noch der Widerspruchsgeist der postpostpostaftermoderne Systemkritiker.
Brawl 30.03.2019
3. Die 501te? Vader's Fist?
Zitat von 501.legionFantastische Kritik! Kurz und präzise!
Besäßen die Politiker in dieser Stadt, insbesondere der komplett fehlbesetzte linke Kultursenator Lederer, noch einen Restfunken Anstand (den Begriff bemüht der Mann doch so gerne), dann würden sie/ würde er diese offensichtliche Veruntreuung unser aller Steuergelder dem Hebbel mit einem dicken Rotstift quittieren. Da es sich bei dem Berliner Kulturbetrieb vor allem aber um einen Selbstbedienungsladen der eigenen Klientel handelt, ist damit wohl eher nicht zu rechnen.
sachlich bleiben 30.03.2019
4. Mit anderen Worten...
Diese Inszenierung wird folgerichtig zum nächsten Theatertreffen eingeladen und hat gute Chancen zur "Inszenierung des Jahres" gekürt zu werden! So funktioniert halt die Kulturschickeria.
labellen 30.03.2019
5. Hm,
scheinbar hat der Rezensent ein Problem mit Kochabenden.
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