Chef des "SZ-Magazins" Dominik Wichmann wird Stellvertreter beim "Stern"

Zwei der dienstältesten deutschen Chefredakteure bekommen Verstärkung: Ab Juni 2011 soll der bisherige "SZ-Magazin"-Leiter Dominik Wichmann Stellvertreter von Thomas Osterkorn und Andreas Petzold werden - und die Illustrierte samt ihrer Beiboote weiterentwickeln.
Magazinmacher Wichmann: Außerordentliche Freude

Magazinmacher Wichmann: Außerordentliche Freude

Foto: Frank Bauer

Hamburg - Die Nachricht erinnert ein wenig an eine Meldung aus dem Jahr 1996: Der "Stern"-Chef holt sich einen neuen Stellvertreter - den Leiter des "SZ-Magazins". Damals hieß der neue Mann Andreas Lebert - verließ die Illustrierte allerdings schon nach einem guten halben Jahr wieder. Die "Berliner Zeitung" berichtete von einem Machtkampf mit seinem Vorgesetzten Werner Funk. Heute leitet Lebert die "Brigitte".

Die jetzigen "Stern"-Chefs Andreas Petzold und Thomas Osterkorn folgten nach weiteren Turbulenzen , in denen Funk erst abgelöst, durch Michael Maier ersetzt und dann zurückgeholt wurde. Sie amtieren beide seit 1999.

Nun versucht es der "Stern" erneut mit einem Journalisten aus München: Dominik Wichmann, seit über zehn Jahren Chef des Magazins der "Süddeutschen Zeitung", soll zum Juni 2011 stellvertretender Chefredakteur werden. Das teilte der Verlag Gruner+Jahr am Donnerstag in Hamburg mit. Der 39-Jährige sei einer "der profiliertesten Journalisten der deutschen Magazinkultur".

In seiner künftigen Funktion soll Wichmann sowohl das Heft als auch die zahlreichen Ableger des "Stern" mitgestalten und weiterentwickeln. "Mit Dominik Wichmann konnten wir einen ebenso kreativen Kopf wie hervorragenden Magazinmacher gewinnen, worüber wir uns außerordentlich freuen", so "Stern"-Chefredakteur Andreas Petzold.

Zuletzt war die Stelle vakant. Der meinungsfreudige Polit-Kommentator Hans-Ulrich Jörges fungiert als Mitglied der Chefredaktion.

Bei einem anderen Münchner Magazin dürfte man mit Interesse verfolgen, ob Wichmann sich durchsetzt: Bislang galten die "Neon"-Chefs Michael Ebert und Timm Klotzek hausintern als Hauptaspiranten auf Führungsaufgaben beim "Stern".

sha/dapd

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