Kunstprojekt Christo will Pyramiden aus Ölfässern bauen

Verhüllungskünstler Christo hat sein nächstes Projekt gefunden. Er will am Persischen Golf eine Pyramide errichten - mit einer riesigen Menge von Ölfässern.

1979 Christo/ Foto: Wolfgang Volz

Das nächste Werk des Künstlers Christo soll in Abu Dhabi realisiert werden: eine 150 Meter hohe Pyramide mit flachem Dach aus 400.000 Ölfässern. Das Projekt sei bereits seit 1979 in Arbeit, sagte der 81-Jährige der "Basler Zeitung". Der Titel lautet "Mastaba", so werden ägyptische Grabbauten genannt, die wie eine Pyramide mit Flachdach aussehen. "Wann genau mit der Errichtung begonnen werden kann, ist allerdings noch offen", sagte der Künstler.

Im vergangenen Sommer lockte sein Projekt "Floating Piers" aus drei Kilometer langen Stegen - zusammengebaut aus 220.000 Kunststoffwürfeln - am Iseo-See bei Brescia in Norditalien 1,2 Millionen Menschen an. Es ermöglichte es den Besuchern, über das Wasser zu spazieren. Christo und sein Team hatten die Stege mit dahliengelb-schimmernden Polyamidgewebe überzogen, das in Münster hergestellt und in Lübeck vernäht worden war.

Der Künstler ist unter anderem mit der Verhüllung des Berliner Reichstags 1995 berühmt geworden, die er mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude verwirklichte. Hinzu kommen die Projekte "Surrounded Island" (Florida 1983) und "The Gates" (New York 2005).

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Christo: Seine größten Projekte

gia/dpa



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