Kunstauktion Monet-Gemälde für 111 Millionen Dollar versteigert

Für mehr Geld ist offenbar noch nie ein Werk von Claude Monet versteigert worden: Seine Heuhaufen in der Sonne - "Meules" - wechselten nun in New York für umgerechnet 98,8 Millionen Euro den Besitzer.

Das Gemälde "Meules" des Künstlers Claude Monet ist jetzt 98,8 Millionen Euro wert
Uncredited/Sothebys/ DPA

Das Gemälde "Meules" des Künstlers Claude Monet ist jetzt 98,8 Millionen Euro wert


Das Gemälde "Meules" des Impressionisten Claude Monet ist beim Auktionshaus Sotheby's für 110,7 Millionen Dollar versteigert worden - das sind umgerechnet etwa 98,8 Millionen Euro. Damit handelt es sich bei dem Bild nach Angaben von Sotheby's um das wertvollste jemals versteigerte Gemälde des Franzosen. "Meules" gehört zu einer Serie von 23 Bildern, auf denen Monet Heuhaufen in ständig wechselndem Licht darstellte.

Sieben Bieter hätten sich acht Minuten lang einen Wettstreit um das Meisterwerk geliefert, bis der Preis auf die Rekordsumme gestiegen war. Die Kunsthändler hatten es zuvor lediglich auf 55 Millionen Dollar geschätzt. Bei seiner bis dahin letzten Auktion vor 33 Jahren war "Meules" noch für 2,53 Millionen an den Meistbietenden gegangen.

Unter den am Dienstag versteigerten Werken befand sich unter anderem auch ein Porträt, das Pablo Picasso von seiner Frau Jaqueline angefertigt hatte. Es erzielte 54,9 Millionen Dollar (knapp 49 Millionen Euro). In weiteren Auktionen in den kommenden Tagen wird Sotheby's zudem ein Bild von US-Künstler Mark Rothko verkaufen.

aar/dpa/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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rheinhäuser 15.05.2019
1. Echte Heuhaufen
Für den Preis kann man sich ja fast echte Heuhaufen vor das Fenster liefern lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis passt überhaupt nicht. Da sind Spekulanten am Werk!
der Pöter 15.05.2019
2. Schönes Bild.
Aber dafür 111 Millionen Dollar bezahlen? Das ist doch krank. Und damit verschwindet es wahrscheinlich auch für die Allgemeinheit.
paulsimoncelli 15.05.2019
3. Na und?
Wenn jemand viel Geld für Kunst bezahlen will, soll er es doch tun. Im Gegensatz zu Spekulation mit Wohnraum kann ich da nichts verwerfliches dran finden. Ein Preis-Leistungsverhältnis gibt es in der Kunst nicht. Ob jemand krank sein muss, weil er sehr viel Geld für Kunst ausgibt, wage ich zu bezweifeln und ob Kunst gemacht wird damit sie der Allgemeinheit zur Verfügung steht ist doch auch eher fraglich.
strixaluco 15.05.2019
4. Eine Verachtung von Kunst und Künstlern!
Solche Spekulationen sind für mich reine Verachtung von Kunst und Künstlern. Ich wäre dafür, für Spekulationspreise, die den Gegenwert diverser Jahresgehälter haben, extrem hohe Steuern zu erheben und die Erträge der Künstlersozialkasse zugute kommen zu lassen. Werke von historischer Bedeutung gehören in Museen, und die können sie sich so nicht mehr leisten! Und zeitgenössische Künstler hätten viel davon, wenn Menschen, die Kunst kaufen wollen, nicht alles für einzelne überteuerte Spekulationsobjekte ausgeben würden! Bei solchen Geschäften geht es nur noch ums Geld, sonst nichts. Der eigentliche Wert eines Kunstwerks, seine Aussage, wird vernichtet, wenn es in irgendwelchen Exklusivkabinetts verschwindet!
redebrecht 15.05.2019
5. Wieder einen Dummen gefunden
So nimmt man den Reichen das Geld wieder ab. Irgendein Handwerker für Farben malt ein Bild, braucht dafür vielleicht 1-2 Tage, und dann beeinflussen die Leute sich gegenseitig, dass das Bild und der Handwerker so überragend wichtig sind, dass man das Bild unbedingt haben muss. OK. Reicher 2 wird das viele Geld natürlich an Reichen 1 bezahlen, der dadurch auch wieder reicher wird. Aber freut euch. Da steht nämlich der Staat und seine Bürger dazwischen. Der Staat wird sich seinen Anteil am Kaufpreis holen. Und je öfter das Bild zwischen den Reichen hin und her verkauft wird, desto besser für den Staat und die Steuereinnahmen und vielleicht auch für ein paar Arme.
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