Cornelius Gurlitt Staatsanwalt gibt Obduktionsergebnis bekannt

Um ein Fremdverschulden am Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt auszuschließen, hatte die Staatsanwaltschaft München eine Obduktion angeordnet. Jetzt hat sie die Untersuchung abgeschlossen - die Todesursache sei eindeutig.


München - Am Mittwoch hatte ein Gericht die Obduktion der Leiche des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt angeordnet, jetzt ist sie bereits freigegeben: Die Untersuchung habe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Donnerstag. "Laut Rechtsmedizin wurde eine eindeutige Todesursache gefunden." Welche das ist, wollte er laut Nachrichtenagentur dpa nicht sagen.

Abgeschlossen ist der Fall damit jedoch noch nicht: Nachdem Gurlitt seine spektakuläre Kunstsammlung dem Kunstmuseum Bern vererbt hat, prüfen die Schweizer derzeit, ob sie das Erbe antreten - und welche möglichen Restitutionsansprüche bestehen. Sollten die Bilder tatsächlich nach Bern gehen, wären laut Museumsdirektor Matthias Frehner auch Leihgaben an deutsche Museen denkbar.

Wann und wie die Bilder in die Schweiz kommen könnten, ist allerdings noch unklar: Bei einer Ausfuhr der Sammlung könnte das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung greifen. Es besagt, dass Werke, die im "Verzeichnis national wertvolles Kulturgut" aufgelistet sind, für die Ausfuhr in andere Länder eine amtliche Genehmigung benötigen.

Fotostrecke

7  Bilder
Cornelius Gurlitt: Kunstschatz für die Schweiz

mxw/dpa

zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.