Banksy-Vergnügungspark Reste von "Dismaland" werden für Flüchtlingsunterkünfte genutzt

Weiterverwertung: Am Sonntag schloss "Dismaland", der finstere Anti-Vergnügungspark des Künstlers Banksy. Jetzt wurde bekannt, was mit dem Bauholz passieren soll.
"Dismaland" in England: Viel schwarzer Humor

"Dismaland" in England: Viel schwarzer Humor

Foto: SUZANNE PLUNKETT/ REUTERS

Das komplette Bauholz und weitere Anlagen sollen nach Calais geschickt werden - der britische Street-Art-Künstler Banksy will das Material, aus dem sein schauriger Anti-Vergnügungspark "Dismaland" entstand, dort für den Bau von Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung stellen. Das wurde am Montag auf der Internetseite  der erfolgreichen Installation bekannt gegeben.

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Foto: REUTERS/Toby Melville

Dismaland war bis Sonntag fünf Wochen lang in der westenglischen Küstenstadt Weston-super-Mare zu sehen. Täglich kamen rund 10.000 Besucher auf das Gelände. "Dismaland" ist ein Wortspiel, das sich an "Disneyland" anlehnt, aber auch an das englische dismal (zu deutsch: trübselig) erinnert.

In Dismaland war fünf Wochen lang viel schwarzer Humor zu bewundern, darunter unter anderem ein niedergebranntes Märchenschloss. (Lesen Sie hier ein Reportage über "Dismaland".) Neben dem weltberühmten, aber anonym arbeitenden Streetartisten Banksy beteiligten sich 50 weitere Künstler, etwa Damien Hirst und Jenny Holzer. Auf dem Gelände fanden auch Konzerte und Ausstellungen statt, etwa mit der russischen Punkrock-Band Pussy Riot.

In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais, in die das Material gebracht werden soll, sitzen mehr als 3000 Flüchtlinge fest, die meisten von ihnen stammen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan. Sie hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder mittels Zügen durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen.

eth/dpa/AFP
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