Trump-Interview mit "Bild" und "Times" Murdoch saß offenbar mit im Raum

Als Donald Trump Mitte Januar der "Bild"-Zeitung und der "Times" ein Interview gab, soll noch jemand dabei gewesen sein: Medienmogul Rupert Murdoch, der enge Verbindungen zum Präsidenten pflegt.

Donald Trump, Kai Diekmann
DPA/ Daniel Biskup/ BILD

Donald Trump, Kai Diekmann


Als der ehemalige "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und "Times"-Kolumnist Michael Gove vor Trumps ausladendem Schreibtisch hockten und ihn interviewten, soll noch ein stiller Zeuge mit im Raum gesessen haben, von dessen Anwesenheit bisher nichts bekannt war: Rupert Murdoch, Vorstandsvorsitzender des Medienriesen News Corp, der Eigner der "Times" ist.

Das berichtet die "Financial Times" und beruft sich dabei auf zwei Zeugen. Auf Fotos war Trump sowohl mit Gove als auch Diekmann zu sehen, nicht aber mit Murdoch.

Zu Murdochs Medienimperium gehört auch der US-Fernsehsender Fox News, der in der Vergangenheit ein wechselhaftes Verhältnis zu Trump hatte. Sollte der Medienmogul tatsächlich bei dem international viel beachteten Doppelinterview anwesend gewesen sein, könnte dies als Hinweis gedeutet werden, dass es wieder zu einer starken Allianz zwischen Murdochs Konzern und dem neuen Mann im Weißen Haus kommen könnte. Dies wäre nicht unbedeutend für Trump, der mit vielen großen Medien über Kreuz liegt.

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insgesamt 15 Beiträge
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Bueckstueck 09.02.2017
1. Fox ist ja schon auf Linie
Denn von Fox bezieht der irre Donald sein tägliches "Briefing" und lobt den Sender ja auch für seine "faire Berichterstattung" zu Themen die dem irren Donald so am Herzen liegen, dass er fast täglich erratische tweets dazu absondert. Ein Glück, dass sich sonst keine relevanten Medien vor diesen Mistkarren spannen lassen. Die BLÖD zählt ja nicht.
tempus fugit 09.02.2017
2. Man darf ja schon mal spekulieren....
...aber wenn ein Präsident nach paar Tagen im Amt meint, man solle die New York Times entweder zu kaufen oder abzuwickeln, dann ist wowas zu vermuten keine VT mehr... http://meedia.de/2017/01/30/neue-attacken-gegen-die-new-york-times-donald-trump-empfiehlt-uebernahme-oder-schliessung/ Der neue US-Präsident empfahl die Übernahme oder Schließung des US-Qualitätsmediums.
baut-as 09.02.2017
3. Der Wahrheit oder nur T(r)ump zu Liebe...
" Sollte der Medienmogul tatsächlich bei dem...Doppelinterview anwesend gewesen sein, könnte dies als Hinweis gedeutet werden, dass es...zu einer starken Allianz zwischen Murdochs Konzern und dem neuen Mann im Weißen Haus kommen könnte." ...sollen dann die Reporter und Redakteure mitsamt ihrer Druckerpressen auf Murdochs Linie und ins Fahrwasser geholt werden? Oder hat Mr Murdoch nur Angst er allein könnte den President mißverstehen und dann seine Ungnade ausgeliefert sein? Vorauseilender Gehorsam etwa? Sehr Fragwürdig!
Darwins Affe 09.02.2017
4. Freie Presse?
Na ja, bei der New York Times ist Carlos Slim der Hauptaktionär; die Washington Post hat sich Jeff Bezos unter den Nagel gerissen --- bei der Welt-Rangliste der Milliardäre Nr. 3 und 5. Dagegen ist selbst Murdoch ein kleiner Fisch.
dunnhaupt 09.02.2017
5. So viel ich mich erinnere ...
... waren die Reporter der Bildzeitung und des Guardian, nicht von der Times.
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