Elvis-Fotograf Ed Bonja ist tot

Es gab wohl keinen, der mehr Bilder von Elvis Presley machte als Ed Bonja. Rund 9000 sollen es gewesen sein. Nun ist der Leibfotograf des Kings im Alter von 74 Jahren gestorben.
Ed Bonja mit Elvis-Bildern zur Eröffnung der Sammlung "Elvis - Die Ausstellung" (2007)

Ed Bonja mit Elvis-Bildern zur Eröffnung der Sammlung "Elvis - Die Ausstellung" (2007)

Foto: Jens Kalaene/ DPA

Ed Bonja, der langjährige Fotograf von Elvis Presley, ist tot. Er sei am Mittwoch im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit in einem Berliner Krankenhaus gestorben, teilte der Musikproduzent Bernhard Kurz mit. Bonja und Kurz arbeiteten seit Jahren zusammen an "Elvis - Das Musical". Da Bonja als Konzertfotograf und Tourmanager von 1970 bis kurz vor dessen Tod 1977 ganz nah an Presley dran war, floss sein Insiderwissen in das Musical mit ein.

Bonja kannte den Rock'n'Roll-Musiker nach eigenen Angaben seit den Sechzigerjahren und begleitete ihn später als Assistent des Managers Colonel Tom Parker auf seinen Tourneen. Seine Aufnahmen zieren mehrere LP-Cover des Musikers. Sein Archiv mit zum Teil noch unveröffentlichten Aufnahmen umfasst den Angaben zufolge rund 9000 Fotos von Elvis Presley.

Mit manchen Fans hatte der Fotograf seltsame Erlebnisse, wenn diese von seiner Elvis-Verbindung erfuhren, erzählte er einmal der "Berliner Zeitung". So sei es vorgekommen, dass jemand einfach bloß eine halbe Stunde seine Hand halten wollte, weil er sich dadurch dem King nahe fühlen konnte.

Das erste Mal live sah Bonja Elvis 1957 im Pan-Pacific Auditorium in Los Angeles, wo Presley zwei Tage hintereinander spielte. Bonja sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", er habe insgesamt über Tausend Konzerte von Elvis gesehen und auf fast allen Fotos gemacht. Außerdem habe Elvis seine Kamera geliebt. "Immer, wenn er mich sah, machte er Posen. Ich durfte sogar Bilder direkt auf der Bühne machen, was sehr ungewöhnlich war."

sku/dpa
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