Emmy-Verleihung Triumph für die TV-Mafia

Die US-Serie "The Sopranos" feierte bei der Emmy-Verleihung einen letzten Triumph. Obwohl die Kult-Mafiasaga nach acht Jahren eingestellt wurde, räumte sie nochmals die wichtigsten Preise ab.


Los Angeles - Drei Mal wurden "The Sopranos" bei der 59. Verleihung des US-Fernsehpreises Emmy bedacht. Die Serie um eine New Yorker Mafiafamilie erhielt die begehrtesten Preise: für das beste Seriendrama, die beste Regie und das beste Drehbuch.

"Sopranos"-Darsteller Michael Imperioli (l.), James Gandolfini: Super-Gang des Fernsehens
REUTERS

"Sopranos"-Darsteller Michael Imperioli (l.), James Gandolfini: Super-Gang des Fernsehens

Insgesamt war "The Sopranos", deren letzte Folge nach acht Jahren zum Bedauern des US-Fernsehpublikums im Juni ausgestrahlt wurde, in 15 Kategorien nominiert. Dass eine Serie, die bereits eingestellt wurde, überhaupt mit diesen prestigeträchtigen Auszeichnungen bedacht wird, ist im US-Showbusiness äußerst ungewöhnlich und darf wohl als Reverenz an das bei Publikum und Kritik überaus erfolgreiche Drama gewertet werden.

Einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in einem Seriendrama bekam Sally Field für ihre Rolle in "Brothers Sisters". Als bester Hauptdarsteller in einem Seriendrama wurde James Spader für seine Rolle in der Anwaltssaga "Boston Legal" ausgezeichnet. Den Emmy für die beste Comedy-Serie bekam die Produktion "30 Rock". Der Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie ging an America Ferrera für ihre Rolle als Außenseiterin in "Ugly Betty", die des besten Hauptdarstellers in dieser Kategorie an Ricky Gervais für seine Rolle in "Extras". Einen Emmy für die beste Fernsehadaptation eines Films gab es für "Bury My Heart At Wounded Knee".

"30 Rock" setzte sich in der Kategorie beste Komödie gegen "Grey's Anatomy" durch, die populäre Krankenhaus-Serie über die turbulenten Karrieren junger Assistenzärzte. Beide Serien waren zehn Mal nominiert gewesen. Schauspielerin Katherine Heigl wurde jedoch für ihre Nebenrolle als Dr. Isabel "Izzie" Stevens geehrt. "Nicht mal meine Mutter hatte mir heute Abend eine Chance eingeräumt", sagte die sichtlich bewegte Heigl in ihrer Dankesrede.

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore bekam einen Emmy für seinen interaktiven TV-Kabelsender Current. "Wir versuchen, das Medium Fernsehen zu öffnen, damit die Zuschauer selbst Fernsehen machen und sich dem Dialog der Demokratie anschließen können", sagte Gore, der von den Zuschauern im Shrine Auditorium mit Ovationen gefeiert wurde.

pad/AFP



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