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Europäische Kulturhauptstadt 2025: Diese Städte stehen auf der Shortlist

Foto: Harald Nachtmann/ Getty Images

Europäische Kulturhauptstadt 2025 Dresden ist raus - Chemnitz noch im Rennen

Acht deutsche Städte wollten im Jahr 2025 Kulturhauptstadt Europas werden. In die engere Auswahl haben es nun Magdeburg, Hannover, Nürnberg, Chemnitz und Hildesheim geschafft. Drei Städte sind draußen.

Aus acht Bewerberstädten sind nun fünf geworden: Magdeburg, Hannover, Nürnberg, Chemnitz und Hildesheim sind weiter im Rennen, um Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu werden. Das verkündete die zwölfköpfige Jury bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Nicht in die engere Auswahl haben es damit Dresden, Gera und Zittau geschafft.

Dass sich mit acht Bewerberstädten so viele darum bemüht hätten, Europäische Kulturhauptstadt zu werden, sei ein klares Bekenntnis zu Europa, sagte die Juryvorsitzende Sylvia Amann. Doch warum hat die Jury von acht Städten immerhin noch fünf auf die Shortlist gesetzt? Hatte man zu wenig Mut, die Auswahl weiter einzuengen?

"Zu wenig Mut hatten wir nicht", sagte Amann auf der Pressekonferenz. Am Schluss sei für die Auswahl ein Kriterium relevant gewesen: Welche Stadt die Bewerbung innerhalb weniger Monate weiter konkretisieren könne. Bei den fünf nun ausgewählten Städten glaube die Jury daran. Bei den drei ostdeutschen Bewerberstädten Dresden, Gera und Zittau offensichtlich nicht.

Ernüchterung in Dresden

Das Aus für Dresden sorgte dort für Ernüchterung. "Selbstverständlich bin ich - natürlich sind wir alle - enttäuscht, dass Dresden nicht eine Runde weiter gekommen ist", sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Laut Hilbert aber war die Teilnahme am Bewerbungsprozess eine Bereicherung für die Stadt und die dafür Engagierten. "Jetzt werden wir analysieren, woran es gelegen hat." Viele Vorhaben im Konzept "Neue Heimat Dresden 2025" sollen auch ohne Titel umgesetzt werden.

Im Herbst 2020 wird die Kulturhauptstadt verkündet

Das Kulturhauptstädteprogramm ist eine EU-Initiative, mit der die Verbundenheit zu einer gemeinsamen europäischen Kultur gefördert werden soll. Es wird immer viele Jahre im Voraus festgelegt, welche zwei Mitgliedstaaten in welchem Jahr jeweils eine Kulturhauptstadt benennen dürfen. Deutschland darf im Jahr 2025 neben Slowenien eine der beiden Städte stellen. Im Herbst 2020 soll dann die Stadt bestimmt werden, die für Deutschland eine der beiden Kulturhauptstädte Europas sein soll.

Jüngste europäische Kulturhauptstadt aus Deutschland war Essen mit dem Ruhrgebiet (2010). Ausgezeichnet wurden davor auch schon Weimar (1999) und West-Berlin (1988). In diesem Jahr können sich das italienische Matera und das bulgarische Plowdiw mit dem Titel schmücken, für nächstes Jahr bereiten sich Rijeka in Kroatien und Galway in Irland vor.

evh/dpa/AFP
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