Doppelspitze mit Arnd Festerling Ex-"taz"-Chefredakteurin Bascha Mika wechselt zur "FR"

Die "Frankfurter Rundschau" bekommt eine neue Doppelspitze. Bascha Mika, langjährige "taz"-Chefin, führt das Blatt künftig gemeinsam mit Arnd Festerling.

Journalistin Bascha Mika: Freude über die neue Position
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Journalistin Bascha Mika: Freude über die neue Position


Hamburg/Frankfurt - Neuer Job für Bascha Mika: Die ehemalige Chefredakteurin der "taz" übernimmt zum 1. April zusammen mit Arnd Festerling die redaktionelle Leitung der "Frankfurter Rundschau" ("FR"). Eine Ressortzuteilung wie früher soll es in der neu besetzten Doppelspitze des Blattes nicht geben, sagte "FR"-Geschäftsführer Hans Homrighausen. Mika selbst teilte mit, sie freue sich, Verantwortung für eine Zeitung übernehmen zu dürfen, deren publizistische Tradition beispielhaft sei.

Mika hatte die "taz" 2009 nach elf Jahren als Chefredakteurin verlassen. Sie galt damals als die am längsten amtierende Chefredakteurin aller überregionalen Zeitungen in Deutschland. Mit ihrer kritischen Biografie über Alice Schwarzers hatte sie unter Feministinnen anschließend für Diskussionen gesorgt. Gerade ist ihr aktuelles Buch "Mutprobe" erschienen. Darin beschäftigt sie sich mit der Benachteiligung von Frauen jenseits der 50.

Festerling arbeitet seit 1990 für die traditionell linksliberal orientierte "FR", seit 2012 ist er ihr Chefredakteur. Nach dem Ausscheiden von Rouven Schellenberger aus der früheren "FR"-Doppelspitze leitete er die Redaktion ein Jahr lang allein.

vks/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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gekreuzigt 19.02.2014
1. Ein deutliches Zeichen
für die Bedeutungslosigkeit der FR.
dig 19.02.2014
2.
Zitat von gekreuzigtfür die Bedeutungslosigkeit der FR.
Da bin ich aber froh, dass Sie das nicht zu entscheiden haben. Fakt ist: Die einst schwer angeschlagene Tageszeitung FRANKFURTER RUNDSCHAU ist wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr hat die FR operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Rechnet man die einmaligen Kosten heraus, dann wartet die FR für 2013 mit einem operativen Gewinn im höheren sechsstelligen Bereich auf. Das beweist, dass Zeitungen auch heute noch erfolgreich geführt werden können.
Gerdd 20.02.2014
3. Reifeprüfung?
Zitat von sysopDPADie "Frankfurter Rundschau" bekommt eine neue Doppelspitze. Bascha Mika, langjährige "taz"-Chefin, führt das Blatt künftig gemeinsam mit Arnd Festerling. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ex-taz-chefredakteurin-bascha-mika-wechselt-zur-fr-a-954470.html
Von der taz zur FR? Da denkt man zunächst daran, daß Frau Mika von einem Blatt kommt, das derzeit gerade Schlagzeilen damit macht, daß es sich mit dem Einsetzen der Flegeljahre denkbar schwer tut - Thema Papst, Thema Schumacher/Lauda. Aber dann muß man daran denken, daß sie sich ja schon 2009 von der taz getrennt hat. Davor konnte man ihnen ja höchstens die Buntstift-Attacke gegen "Wetten, daß?" vorwerfen, und die war ja eigentlich wirklich ganz lustig ... Ich erinnere mich an einen Talkshow-Auftritt von Frau Mika vor kurzem, und davon ausgegangen, denke ich, daß ihr die FR gut zu Gesicht stehen wird. Alles Gute!
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