Fernseh-Lotterie Jauchs SKL-Show steht vor dem Aus

Mit viel Wissen und ein wenig Glück konnte man hier bis zu fünf Millionen Euro gewinnen - doch nun steht die SKL-Show von Günther Jauch vor dem Aus: Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge kollidiert sie mit neuen Vorschriften für Glücksspiele. Die zuständige Medienanstalt habe deshalb ein Verbot verfügt.


Hamburg/München - Rüdiger Voigt konnte sich in der 14. Auflage der SKL-Show über den Hauptgewinn freuen: Fünf Millionen Euro gewann der schnurrbärtige Industriemechaniker aus Dresden bei Günther Jauch. Doch eine 15. Auflage wird es möglicherweise nicht geben - Voigt wäre damit der letzte Mega-Gewinner dieser Art. Denn nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" steht die von Star-Moderator Jauch präsentierte RTL-Show vor dem Aus.

Moderator Jauch mit Gewinnern der SKL-Show: Steht sie vor dem Aus?
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Moderator Jauch mit Gewinnern der SKL-Show: Steht sie vor dem Aus?

Dem Bericht zufolge muss die für den 30. August geplante Veranstaltung, für die auf der Internet-Seite der "Süddeutschen Klassenlotterie" weiterhin geworben wird, ausfallen. Wie die Zeitung schreibt, wird es auch keine anderen SKL-Shows mehr geben. Begründung: Die Veranstaltung verstößt gegen die neuen Vorschriften für Glücksspiele. Sie beruhen auf Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und der EU.

Laut "Süddeutscher Zeitung" hat die niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) dem Sender RTL das Verbot in einem Schreiben vom 1. Juli mitgeteilt. Unter den das Privatfernsehen kontrollierenden Landesmedienanstalten ist die NLM für RTL zuständig.

Die NLM spricht der Zeitung zufolge von einem "eindeutigen Fall". Sie zitiert deren Vize-Direktor Andreas Fischer mit den Worten: "Das Verbot von solchen Sendungen ergibt sich aus dem neuen Glücksspielrecht." Bei der SKL dagegen hat man offensichtlich die Hoffnung auf ein Fortbestehen der Sendung noch nicht aufgegeben. "Wir prüfen das weitere Vorgehen und wollen uns derzeit nicht dazu äußern", sagte SKL-Chef Gerhard Rombach.

Die SKL ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in München. Träger sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.

flo



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