Fernsehfußball Public Viewing verhindert Quotenrekord

EM-Finale alleine gucken? Bloß nicht! Das dachte sich wohl auch ein Großteil der deutschen Fernsehzuschauer, pilgerte in die Kneipe oder auf die Fanmeile - und verhinderte so eine Rekordeinschaltquote beim Finalspiel der EM zwischen Deutschland und Spanien.


Hannover - Ausgerechnet beim Endspiel wurde der Rekord verpasst: Durchschnittlich 28,05 Millionen Zuschauer haben am Sonntag die 0:1-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien im Ersten gesehen - in Privathaushalten. Der Marktanteil lag bei 82,0 Prozent. Die Live-Übertragung aus Wien schaffte es auf Platz fünf in der Fernseh-Hitliste seit 1985.

Nicht eingerechnet sind bei allen Quotenmessungen die vielen Millionen TV-Zuschauer beim Public Viewing sowie in Gaststätten, Biergärten, Vereinsheimen, Kasernen oder Krankenhäusern. Diese "Dunkelziffer" war am Sonntagabend anscheinend besonders hoch, gerade das spannende Endspiel wollten wohl viele Zuschauer nicht alleine vor dem heimischen Fernseher anschauen.

So kommt es, dass die Finalquote niedriger war als beim Halbfinale der DFB-Elf gegen die Türkei am vergangenen Mittwoch, als das ZDF trotz Problemen mit der Bildübertragung einen Quotenrekord für das Fußballturnier verzeichnete. Laut Media Control sahen 29,43 Millionen Zuschauer die Begegnung zwischen der deutschen und der türkischen Mannschaft, der Marktanteil lag im Schnitt bei 81,5 Prozent.

Den Quotenrekord hält mit 29,66 Millionen Zuschauern weiterhin das WM-Halbfinale Deutschland gegen Italien 2006.

bor/dpa/ddp



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