Fernsehgebühren ARD will ab 2005 mehr Geld

Seit Monaten wird um die Erhöhung der Rundfunkgebühren gestritten. Die ARD-Intendanten verkündeten nun, dass sie weiterhin eine Erhöhung für den Beginn des kommenden Jahres anstreben. Einige bescheidene Sparmaßnahmen wurden auch vorgeschlagen.


ARD-Vorsitzender Plog: Gebührenerhöhung ist "erreichbares Ziel"
DDP

ARD-Vorsitzender Plog: Gebührenerhöhung ist "erreichbares Ziel"

Die ARD hält die Erhöhung der Rundfunkgebühr zum 1. Januar 2005 für ein "erreichbares Ziel". Voraussetzung sei allerdings, dass neben der Sendergemeinschaft auch das ZDF und die Länder ihren Beitrag leisteten, sagte der ARD-Vorsitzende Jobst Plog am Mittwoch in Saarbrücken nach einer Konferenz der ARD-Intendanten.

"Strukturelle Maßnahmen, die ARD und ZDF selbst anpacken, werden sich erst mittel- bis langfristig auswirken", sagte Plog. Dagegen hingen Entlastungen, die unmittelbar und kurzfristig Einfluss auf die Empfehlung der Gebührenkommission (KEF) haben, "von politischen Veränderungen ab", betonte der NDR-Intendant.

Die KEF hatte vorgeschlagen, die Gebühr um 1,09 Euro auf 17,24 Euro im Monat zu erhöhen. Mehrere Bundesländer stellen sich gegen diese Pläne und forderten einen Erhöhungsstopp und verlangten einen Sparkurs von ARD und ZDF. Einsparpotenzial sieht Plog etwa bei den Landesmedienanstalten. In die 15 Aufsichtsgremien, die den privaten Rundfunk kontrollieren, fließen rund 30 Cent der Gebührenabgabe. Es sei auch bei den Ländern inzwischen die Bereitschaft erkennbar, über mögliche Zusammenlegungen nachzudenken, sagte der ARD-Vorsitzende.

Die Intendanten beschlossen auf ihrer Tagung zudem einen neuen Umlageschlüssel für das Fernsehen, der die kleinen Sender wie den Saarländischen Rundfunk und Radio Bremen weiter entlastet. Von 2005 an müssen diese Anstalten unter anderem weniger für Gemeinschaftsleistungen der ARD bezahlen.



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