Film über Hamburger Sturmflut Helmut ohne Harald

Harald Schmidt als Hamburger Innensenator? So sah es zumindest das Drehbuch zum geplanten RTL-Zweiteiler "Die Sturmflut" vor. Dirty Harry sollte Helmut Schmidt verkörpern, der 1962 bei der Hamburger Flutkatastrophe zur politischen Legende wurde. Doch der Entertainer hat andere Pläne - er geht auf Reisen.


Entertainer Schmidt: Als "Lotse" ausgeschieden
DPA

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Hamburg - Schmidt bleibt Schmidt, wird aber nicht Schmidt. Anders formuliert: Harald Schmidt, bis Dezember 2003 als Chefironiker der Nation in Diensten des Privatsenders Sat.1, wird nicht wie geplant den ehemaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt in der Katastrophenverfilmung "Die Sturmflut" spielen. Seine Managerin Sigrid Korbmacher bestätigte Medienberichte, denen zufolge der Moderator ab Oktober nicht an den Dreharbeiten teilnehmen werde. "Harald Schmidt geht ab Oktober privat auf große Reise und kann nicht dabei sein", sagte Korbmacher.

Hamburger Sturmflut von 1962: Deichbruch an der Elbe
AP

Hamburger Sturmflut von 1962: Deichbruch an der Elbe

Die rund acht Millionen Euro teure "Sturmflut" gehört laut Produzent Hofmann zu einer Reihe von historischen Verfilmungen, die er in der kommenden Zeit für das Fernsehen produzieren will. Zu den anderen Stoffen zählen "Der Feuersturm" (ZDF; Dresden im Januar 1945), "Die große Flucht" (ARD; Flucht aus Ostpreußen Ende des Zweiten Weltkriegs) und "Die Luftbrücke", die für Sat.1 vorgesehen ist.

"Die Sturmflut" soll ab Oktober in Hamburg, Hannover und Bremen gedreht werden. Rund 1,3 Millionen Euro will Hofmann in Spezialeffekte investieren. Die Deiche werden folglich nicht erneut in Hamburg brechen, sondern in speziell zu diesem Zwecke aufgebauten Studios in München. Nico Hoffmann ("Der Tunnel") gehört zu den profiliertesten deutschen TV-Produzenten und Regisseuren.



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