Frau rückt an die Spitze Chefredakteurswechsel bei der "Financial Times"

Fast 35 Jahre arbeitete Lionel Barber für die "Financial Times", die vergangenen 14 als Chefredakteur. Nun verlässt er die renommierte Wirtschaftszeitung. Auf ihn folgt die Journalistin Roula Khalaf.
Das Redaktionsgebäude der "Financial Times" in London

Das Redaktionsgebäude der "Financial Times" in London

Foto: Peter Nicholls/ REUTERS

Er interviewte Barack Obama, Angela Merkel, Hassan Rohani und Wladimir Putin, steuerte die renommierte Wirtschaftszeitung 2015 durch den Besitzerwechsel von der britischen Pearson Media Group zu dem japanische Medienunternehmen Nikkei und transformierte den Newsroom der " Financial Times" in ein Digital-Unternehmen. Mit Beginn des kommenden Jahres zieht sich Lionel Barber nun als Chefredakteur der "Financial Times" zurück, teilte die Zeitung mit. 34 Jahre wird er dann für die Zeitung gearbeitet haben.

"Es war unser höchstes Privileg mit Lionel zusammengearbeitet zu haben", erklärte Tsuneo Kita, Vorstand von Nikkei. Die "Financial Times" sei niemals vorher gewichtiger gewesen als unter Barber. Der bezeichneten seinen Job als den besten, den es im Journalismus gibt. "Als ich die Redaktion übernahm, wollte ich den Goldstandard in der Berichterstattung und den Kommentaren der FT wiederherstellen und dazu beitragen, auf der Grundlage der digitalen Transformation ein nachhaltig profitables Geschäft aufzubauen." Diese Ziele seien gemeinsam mit Nikkei erreicht worden.

Barber begann seine journalistische Karriere 1978 bei der schottischen Zeitung "The Scotsman", bevor er zur "Sunday Times" ging. 1985 wechselte er als Business Reporter zur "Financial Times", ging 1986 für die Zeitung nach Washington und berichtete von 1992 an aus Brüssel. Anschließend wurde er Nachrichten-Redakteur und leitete von 2000 bis 2002 die Europa-Ausgabe der "FT", anschließend wurde er US Managing Editor, bevor er 2005 in London zum Chefredakteur berufen wurde.

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Barbers Nachfolgerin wird seine bisherige Stellvertreterin Roula Khalaf, die seit 24 Jahren für die "Financial Times" arbeitet. "Ich bin überzeugt, dass sie die Mission der FT fortsetzen wird, Qualitätsjournalismus ohne Angst und ohne Gunst zu liefern, ein Team der talentiertesten Journalisten zu inspirieren und zu führen und die neue Agenda der FT in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Wirtschaft und Weltgeschehen fortzusetzen", erklärte Nikkei-Chef Tsuneo Kita.

Khalaf begann ihre Karriere bei der "FT" 1995 als Nordafrika-Korrespondentin, zuvor arbeitete für das Forbes Magazin in New York. 2016 wurde sie bei den Editorial Intelligence Comment Awards zur Auslandskommentatorin des Jahres gekürt. Ihre Serie über Katar gewann 2013 die Auszeichnung "Feature Story des Jahres" der Foreign Press Association.

brs
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