"Fliege - Die Zeitschrift" Sprechzimmer am Kiosk

Das hat die Welt gebraucht: TV-Pfarrer Jürgen Fliege verbreitet seine frommen Botschaften nicht mehr nur im Fernsehen, sondern fortan auch auf Papier: "Fliege - Die Zeitschrift" soll harmoniesüchtigen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen.


Fernsehpfarrer Fliege: "Die Zeitschrift soll mein Sprechzimmer sein"
DPA

Fernsehpfarrer Fliege: "Die Zeitschrift soll mein Sprechzimmer sein"

Hamburg - Am Mittwoch wird die Zeitschrift zur ARD-Talkshow erstmals erscheinen. Das 68-seitige Blatt kostet 2,50 Euro, startet nach Angaben des Hamburger Verlags schau+partner mit einer Auflage von 266.000 Exemplaren und soll monatlich erscheinen. Die Chefredaktion teilen sich die Journalisten Andreas Eckhoff und Joachim Zoellner. "Unterstützt werden wir tatkräftig von Fernsehpfarrer Jürgen Fliege", erklärt Eckhoff. Von der ARD hat der Verlag eine Vermarktungslizenz erhalten.

Fliege selbst schreibt in seinem Vorwort im ersten Heft: "Es sollte eine Ergänzung sein, die neben der Flut wöchentlicher Nachrichtenmagazine den Fragen des Lebens, die wir alle haben, Raum und Zeit geben, damit wir ihnen tiefer auf den Grund gehen können." Fliege weiter: "Wenn die Sendung mein Wartezimmer ist, so soll die Zeitschrift mein Sprechzimmer sein." Seinen Zuschauern wolle er "Adressen, Literatur, Rat oder Tat" geben. Den Lesern wünscht er: "Kommen Sie gut durchs Heft."

Der erste Beitrag im Blatt ist ein ausführliches Interview mit Jürgen Fliege. Darin spricht der 55-jährige Pfarrer unter anderem über seine Bekanntheit, die "wirklich langsam ein Problem" werde. Fliege sagte: "Ich hab's mal mit einer Sonnenbrille oder einem Bart versucht. Hat alles nichts genützt. Jetzt laufe ich oft mit einer Schirmmütze rum, die ich manchmal selbst in Restaurants nicht absetze. Das hilft. Denn offenbar erkennt man mich vor allem an der Stirn. Wenn Sie also den Menschen Fliege entdecken wollen, achten Sie auf jemanden, der eine Schumi-Mütze trägt."

Die Beiträge sind auf wundersame Kategorien verteilt: "Menschen, die über ihren eigenen Schatten springen (wollen)", "Menschen, die mit Menschen in glücklicher Harmonie leben (wollen)", "Menschen, die den Weg der Lebensroutine verlassen (wollen)" und "Menschen, die über ihre Probleme und Hoffnungen sprechen (wollen)". Konkret geht es zum Beispiel um "Kuschel-Medizin", Herzchirurgie, Kastaniensammeln und "Tiere, die wir längst vergessen haben".



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