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Reitz für Quoos: "Unterschiedliche Auffassungen" beim "Focus"

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Chefwechsel beim "Focus" Jörg Quoos soll gehen, Ulrich Reitz übernehmen

Nächster spektakulärer Führungswechsel in der Medienbranche: Der "Focus" tauscht seinen Chefredakteur aus, vor Kurzem musste bereits der Chef des "Stern" gehen.

München - Seit Helmut Markwort, der Gründer des Magazins "Focus", den Posten des Chefredakteurs abgegeben hat, kommt das Münchner Blatt offenbar nicht zur Ruhe. Jörg Quoos, der seit Anfang 2013 die Redaktion leitete, wird diesen Posten schon wieder abgeben, wie der Burda-Verlag bestätigte. Ulrich Reitz, der ihm im Oktober nachfolgen soll, wird dann der vierte Chefredakteur der Nach-Markwort-Zeit.

Ulrich Reitz zählte 1993 zu Markworts Gefolgsleuten in der Gründungsredaktion, er leitete die Parlamentsredaktion in Bonn. 1997 wechselte er als Chefredakteur zur "Rheinischen Post", 2005 zur "WAZ", wo er im Mai 2014 gehen musste. Nun kehrt Reitz dem Westen also den Rücken und kehrt nach München zurück.

Jörg Quoos kam von der "Bild"-Zeitung zu dem Magazin aus dem Hause Burda, wo er Uli Baur und Wolfram Weimer auf dem Chefposten nachfolgte.

"Der Sommer 2014 geht langsam zu Ende, und er wird uns in Erinnerung bleiben", schrieb er am 25. August in seinem "Memo" an die "Focus"-Leser. Für ihn selbst dürfte das stimmen. Quoos und das Unternehmen seien "unterschiedlicher Auffassung bezüglich der künftigen Ausrichtung des Magazins", heißt es in einer Mitteilung des Verlags zu der Personalie.

feb
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