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29. Juli 2016, 16:14 Uhr

Kunsthäuser in Frankfurt

Philipp Demandt übernimmt auch Leitung der Schirn

Kurze Zeit war unklar, wer Chef der Frankfurter Schirn wird. Jetzt ist beschlossen: Nach Städel und Liebieghaus Skulpturensammlung übernimmt Philipp Demandt auch die Direktion der Ausstellungshalle.

Als Städel-Chef war Philipp Demandt bereits berufen, nun ist auch beschlossen, dass er wie sein Vorgänger Max Hollein auch die Leitung der Schirn in Frankfurt übernimmt. Damit wird der Kunsthistoriker Direktor der beiden unabhängigen Museen Städel und Liebieghaus Skulpturensammlung sowie der städtischen Ausstellungshalle Schirn. Der Berufung als Direktor der Kunsthalle müsse noch der Magistrat zustimmen, teilte das Kulturdezernat am Freitag mit. Der 45-Jährige leitet derzeit die Alte Nationalgalerie in Berlin und soll Anfang Oktober in Frankfurt anfangen.

Die Städel-Verwaltung hatte bereits Ende Juni mitgeteilt, dass Demandt neuer Chef von Städel und Liebieghaus wird. Über die Leitung der Schirn sollte aber erst nach dem Amtsantritt der neuen Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) entschieden werden.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) freute sich am Freitag über "einen Erfolg für unsere Kulturstadt". "Die bewährte Zusammenarbeit unserer kreativen und experimentellen Schirn mit dem traditionsreichen Frankfurter Städel bietet auch für die Zukunft gute Perspektiven."

Demandt sprach von einer "großen Freude und Herausforderung". Seine "bisherige Ausstellungstätigkeit" sei auch "oft von der Suche nach dem Außergewöhnlichen, Neuen, Unentdeckten geprägt gewesen - über die Grenzen der kunsthistorischen Kategorien hinaus".

Mit Demandt als Schirn-Direktor sei die Eigenständigkeit und das unverwechselbare Profil der Kunsthalle gesichert, die vor allem bei einem jüngeren Publikum beliebt sei, sagte Hartwig. "Die Schirn Kunsthalle mit ihren im Zeitgenössischen verankerten Ausstellungen hat in den vergangenen Jahren einen hochinteressanten, korrespondierenden Gegenpol zum Städel-Museum dargestellt."

Der österreichische Kunsthistoriker Max Hollein, 47, hatte Frankfurt nach 15 Jahren gen USA verlassen. Seit Anfang Juni ist seine Dreifachstelle vakant.

hpi/dpa

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