Friedmans Comeback Der erhobene Zeigefinger ist wieder da

Michel Friedman stellt sich wieder der Öffentlichkeit. Durch den Rücktritt von seinen Ämtern sieht der ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland seine Glaubwürdigkeit gewahrt; künftig will er wieder als politischer Kommentator mitmischen.


Michel Friedman
DDP

Michel Friedman

Berlin - Er habe einen Fehler gemacht, gegen seine eigenen Prinzipien verstoßen und ohne Wenn und Aber eine Strafe der Gesellschaft angenommen, sagte Friedman am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen". Nun wolle er als politischer Kommentator wieder "argumentativ und kritisch" nachfragen. Der Auftritt wurde vom Publikum der Live-Sendung mit viel Beifall begleitet.

Friedman war im Sommer nach einer Kokain-Affäre von allen öffentlichen Ämtern zurück getreten. Bereits am Montag hat Friedman seinen nächsten Fernsehauftritt. Im "Grünen Salon" bei n-tv äußert er sich zur Frage "Wie tolerant ist Deutschland?". Er wird der einzige Gast der Sendung sein.

Auch jenseits des Bildschirms hat der ehemalige TV-Moderator neue Aufgaben. Friedman wird künftig als Kolumnist bei der Zeitschrift "Max" arbeiten. Die Kolumne heißt "Friedman hat das letzte Wort". Der erste Beitrag soll in der Dezemberausgabe der Zeitschrift erscheinen. Friedman ist außerdem Herausgeber des politischen Sachbuchprogramms beim Berliner Aufbau-Verlag und Mitglied des Aufsichtsrats des Berliner Außenwerbungsunternehmens Wall AG.



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