Auktion in Hongkong Millionenteures Gemälde landete vermutlich im Müll

Für 2,7 Millionen Euro wurde ein Bild des chinesischen Künstlers Cui Ruzhuo versteigert. Doch nach der Auktion in Hongkong verschwand es, die Polizei vermutete zunächst einen Diebstahl. Und ermittelte wenig später auf der städtischen Müllkippe.
Screenshot von der Homepage des Auktionshauses: "Verschneiter Berg" von Cui Ruzhuo

Screenshot von der Homepage des Auktionshauses: "Verschneiter Berg" von Cui Ruzhuo

Hongkong - Ein millionenteures Bild des chinesischen Künstlers Cui Ruzhuo ist vermutlich auf einer Mülldeponie gelandet. Das Auktionshaus Poly Auction hatte die Tuschezeichnung "Verschneiter Berg" kurz zuvor für umgerechnet 2,7 Millionen Euro im Grand Hyatt Hotel in Hongkong versteigert. Einen Tag später meldete ein Mitarbeiter von Poly Auction den Verlust des Bildes, wie die Polizei mitteilte.

Die Behörden gingen zunächst von einem Diebstahl aus. Inzwischen wurden die Ermittlungen auf Bitte des Auktionshauses jedoch eingestellt: Auf einem Video der Überwachungskamera sei ein verpacktes Gemälde zu sehen, das in der Nähe eines Müllhaufens liege, berichtet die Lokalzeitung "South China Morning Post " und beruft sich dabei auf Polizeiangaben.

Vermutlich hätten Reinigungskräfte die Tuschezeichnung   dort versehentlich entsorgt, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten haben demnach auf der Müllkippe in Tuen Mun nach dem wertvollen Gemälde gesucht, bisher jedoch erfolglos.

Das Grand Hyatt wollte diese Version nicht bestätigen. Die Organisatoren von Veranstaltungen wie der Auktion würden ihr eigenes Personal mitbringen, erklärte das Hotel. Die hauseigenen Angestellten hätten mit solchen Events nichts zu tun. Immerhin: Nach Angaben des Auktionshauses ist der Verlust des Bildes von der Versicherung abgedeckt.

eba/AFP/Reuters/dpa
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