Rekordpreis 41 Millionen für einen Gerhard Richter

Noch nie wurde so viel Geld für das Werk des deutschen Malers gezahlt: Das Auktionshaus Sotheby's hat ein Gemälde von Gerhard Richter für 41 Millionen Euro versteigert.
"Abstraktes Bild" von Gerhard Richter: Versteigert an anonymen Käufer

"Abstraktes Bild" von Gerhard Richter: Versteigert an anonymen Käufer

Foto: Andy Rain/ dpa

London - Geschätzt worden war der Wert von "Abstraktes Bild" vor der Auktion auf 27 Millionen Euro - unter dem Hammer brachte das Gemälde dann so viel Geld, wie kein Werk von Gerhard Richter bisher: Ein anonymer Käufer bezahlte für "Abstraktes Bild" in London einen Rekordpreis von umgerechnet 41 Millionen Euro.

Mit dem Preis habe Richter Maßstäbe für lebende europäische Künstler gesetzt, teilte das Auktionshaus Sotheby's nach der Versteigerung mit. Das farbenfrohe Bild von 1986 gehört zu Richters Lieblingswerken und hing lange im Kölner Museum Ludwig.

Insgesamt wechselte am Dienstagabend zeitgenössische Kunst für 166,5 Millionen Euro den Besitzer. Das düstere Doppelporträt "Zwei Studien für ein Selbstporträt" ("Two Studies for Self-Portrait") des Iren Francis Bacon (1909-1992) brachte knapp 20 Millionen Euro. Bacon hatte es 1977 gemalt. Es gehört zu einer Reihe von Selbstporträts, die er nach dem Suizid seines Geliebten gemalt hatte.

Als wichtigen Newcomer feierte das Auktionshaus den US-Amerikaner Jonas Wood, dessen Werk "Studio Hallway" für rund 492.000 Euro verkauft wurde. Die Bieter kamen Sotheby's zufolge aus 42 verschiedenen Ländern.

Richter zählt zu den wichtigsten und teuersten Künstlern der Gegenwart. Bekannt wurde der gebürtige Dresdner unter anderem mit übermalten Fotos und Collagen, seine Werke sind von Pop-Art und abstraktem Expressionismus beeinflusst.

eth/dpa