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09. Januar 2014, 13:33 Uhr

Medien

Christian Nienhaus verlässt Funke Mediengruppe

Christian Nienhaus, Geschäftsführer bei Funke, verlässt die Mediengruppe. Der 53-Jährige verlängert seinen Vertrag nicht. Zu Spekulationen, der Abgang stehe in einem Zusammenhang zum Zeitungs-Deal mit Springer, äußert sich der Verlag nicht.

Essen - Er war einer der drei Geschäftsführer bei der Funke Mediengruppe und dort unter anderem für Zeitungen zuständig. Nun hat sich Christian Nienhaus dazu entschlossen, das Unternehmen, zu dem auch auch die "WAZ" und "Gong" gehören, zu verlassen.

Sein Vertrag, der noch anderthalb Jahre läuft, werde auf Wunsch von Nienhaus nicht verlängert, teilte Funke am Donnerstag in Essen mit. Im Moment würden Gespräche geführt, ob und wann eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses sinnvoll und möglich sei.

Die Mediengruppe wird außer ihm von den Geschäftsführern Manfred Braun und Thomas Ziegler geleitet. Nienhaus geht ein halbes Jahr nachdem Funke vom Medienkonzern Axel Springer für 920 Millionen Euro mehrere Zeitungen und Zeitschriften gekauft hatte. Der Deal ist noch nicht komplett vom Bundeskartellamt genehmigt. Die Transaktion bleibe vom Weggang von Nienhaus unberührt, hieß es am Donnerstag in der Funke-Mitteilung.

Zu Spekulationen, Nienhaus habe nicht alle Punkte der Vereinbarung zwischen Funke und Springer mitgetragen, ließ der Konzern lediglich mitteilen: "Gemeinsam mit den Geschäftsführern Manfred Braun und Thomas Ziegler hat er die Transaktion erarbeitet, verhandelt und die Zustimmung unserer Gremien eingeholt."

kha/dpa

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