Griechische Nationalgalerie Picasso-Gemälde in Athen gestohlen

Der Täter kam durchs Fenster: Bei einem Einbruch in die Nationale Pinakothek in Athen wurde unter anderem ein Bild von Pablo Picasso gestohlen. Um 4:52 Uhr ging der Alarm los, doch der Sicherheitsdienst sah nur noch einen Mann davonrennen. 
Diebstahl am frühen Montagmorgen: Frauenkopf von Pablo Picasso

Diebstahl am frühen Montagmorgen: Frauenkopf von Pablo Picasso

Foto: HOLGER BENNEWITZ/ REUTERS

Athen - Unbekannte Einbrecher haben aus der Nationalen Pinakothek in Athen  ein Picasso-Bild gestohlen. Dies berichtete der griechische staatliche Rundfunk unter Berufung auf informierte Kreise im Umfeld des Museums. Insgesamt sollen bei dem Einbruch am frühen Montagmorgen drei Bilder entwendet worden sein. Die Nachrichtenagentur AMNA hingegen  zitiert Polizeikreise und spricht davon, dass zwei Gemälde gestohlen wurden. Der Versuch, ein drittes Bild zu entwenden, sei abgebrochen worden.

Das Gemälde eines Frauenkopfes soll Pablo Picasso (1881-1973) 1934 oder 1939 gemalt haben, es sei der Pinakothek in Athen geschenkt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Quellen des Museums. Über den Wert gab es zunächst keine Angaben. Das Bild sei 56 mal 40 Zentimeter groß, berichtete die Athener Zeitung "To Vima" auf ihrer Internetseite , wo es auch heißt, das zweite gestohlene Werk stamme von einem niederländischen Maler.

Wie ein Polizeioffizier Reportern sagte, seien die Einbrecher durch ein Fenster in die Pinakothek gelangt. Der Einbruch wurde bemerkt, als kurz vor fünf Uhr morgens die Alarmanlage des Museums aktiviert wurde. Ein Wärter habe einen wegrennenden Mann gesehen, hieß es. Sonst fehle von dem oder den Tätern jede Spur. Die Direktion der Nationalgalerie wollte später am Montag eine offizielle Erklärung abgeben.

Die Nationalgalerie in Athen wurde 1900 gegründet. Ihr Schwerpunkt liegt auf Werken griechischer Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert, doch auch Werke von Delacroix, Brueghel oder Caravaggio gehören ihr.

feb/dpa/AP
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