Burda-Modemagazin Margit J. Mayer verlässt "Harper's Bazaar"

"Atmosphärische Störungen": Knapp zwei Jahre nach dem Start der deutschen Ausgabe von "Harper's Bazaar" wird Margit J. Mayer abgelöst. Ihre Nachfolge bei dem Burda-Magazin übernimmt Kerstin Schneider.

Michael Mann

München - Die "Frankfurter Allgemeine" attestierte ihr einen "untrüglichen Sinn für Stil, ein gutes Auge für Mode - und klare Ansichten". Als sie die Leitung der neu gegründeten deutschen "Harper's Bazaar" übernahm , war das durchaus ein Ereignis. Knapp zwei Jahre später verlässt Margit J. Mayer das Hochglanzblatt wieder.

Ab Januar 2015 übernimmt Kerstin Schneider, 47, die Chefredaktion des Mode- und Stil-Magazins in Berlin, wie der Verlag Hubert Burda Media in München mitteilte. Die studierte Modedesignerin und ausgebildete Schneiderin begann ihre berufliche Laufbahn 1989 bei der deutschen Ausgabe der "Elle", für die sie seit 2002 als Fashion Director tätig ist. Von 1998 bis 2002 machte sie Station bei Peek & Cloppenburg ( und bei der deutschsprachigen Ausgabe der "Vogue".

BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz äußerte ihren Dank für Margit J. Mayers "Engagement bei der Aufbauarbeit für die deutsche Ausgabe" des Magazins. Die Österreicherin Mayer, von Hause aus Theaterwissenschaftlerin, war von 2000 bis 2011 Chefredakteurin des "AD Architectural Digest" im Condé Nast Verlag, nach Stationen beim "Stern" und der "Männer Vogue".

Über Kerstin Schneider urteilt die Burda-Managerin, sie sei "eine Journalistin mit großem stilistischem Gespür, mit exzellentem handwerklichen Können und einer beeindruckenden Fähigkeit, Mode zu inszenieren - ob auf Hochglanz oder digital." Gründe für den Wechsel nennt der Verlag offiziell keine. Einen Medienbericht, wonach "atmosphärische Störungen" den Ausschlag für die Trennung gegeben hätten, will man nicht kommentieren.

Die deutsche Ausgabe des traditionsreichen US-Magazins war mit hohen Erwartungen am Markt empfangen worden. Doch löste das Blatt seither in zwölf Ausgaben keine größeren, über den Kernbereich Mode und Stil hinausgehenden Debatten aus. Der Online-Ableger hingegen wurde im Herbst 2014 mit einem Lead Award ausgezeichnet. Über die Auflage des Magazins gibt es bislang keine unabhängig geprüften Meldungen. Im Einzelverkauf liegt das Blatt aber offenbar an dritter Stelle der Hochglanz-Modemagazine, hinter "Elle" und "Vogue".

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