Heute in den Feuilletons "Kunst kennt keine Sieger!"

In der "Zeit" erinnert sich Christa Wolf mit Wehmut der fünfziger Jahre in der DDR. Die "FAZ" kürt das Theaterstück der Saison - Moritz Rinkes "Cafe Umberto", wo alle Arbeitslosen Akademiker sind. Leander Haußmanns neuer Film "NVA" stößt auf geteilte Reaktionen.


Die Zeit, 29.09.2005

Im Dossier gibt es großes Gespräch mit der Schriftstellerin Christa Wolf über die Einheit, das Leben in der DDR, das Erinnern und das Vergessen. Auf die Frage, was sie als richtig gute Zeit in der DDR in Erinnerung habe, antwortet sie - unter Vorbehalt: "Vielleicht war es diese Aufbruchstimmung in den fünfziger Jahren, das Gefühl, hier in der DDR entsteht ein besserer, ein sozial gerechterer Staat. Wir bekamen in jenen Jahren unsere antifaschistische Prägung. Ich kam in Kontakt mit linken Schriftstellern, die aus der Emigration in die DDR gekommen waren: Louis Fürnberg, Anna Seghers, Willi Bredel, F.C. Weißkopf, Kuba Alex Wedding - und viele andere. Wir lasen ihre Bücher. Wir erlebten ihre Konflikte mit. Ich denke heute noch, das waren die interessantesten Leute, die es damals in Deutschland gab."

Morgen wird im Berliner Haus der Kulturen der Welt die Ausstellung "Räume und Schatten" mit Kunst aus Südostasien eröffnet. Thomas E. Schmidt hat sich in Bangkok mit einigen thailändischen Künstlern getroffen: "'Wenn in Bangkok einer behauptet, er lebe in einem alten Haus, dann meint er einen Apartmentkomplex aus den Achtzigern', sagt Michael Shaowanasai, 1964 als Kind thailändischer Emigranten in Philadelphia geboren, später Kunststudent in Chicago und erst seit gut zehn Jahren in Bangkok lebend. 'Das Veränderungstempo ist irrsinnig hoch und die Bereitschaft zum Vergessen entsprechend ausgeprägt.' Tatsächlich wirkt Bangkok, wie im fiebrigen Wolkenkratzerdelirium, als würden in ihm jede urbane Heimatlichkeit, jedes Bäumchen und jeder Straßenbelag, jede Art von Behausung und jegliche Lebensform dauernd von unten her aufgelöst in einem Säurebad."

So deprimierend schlecht wie die "Du-bist-Deutschland"-Kampagne findet Peter Kümmel das Bild, das die Dramatiker Roland Schimmelpfennig und Moritz Rinke in ihren neuen Stücken von der deutschen Mitte zeichnen ("mittlere Blödheit, mittlere Besoffenheit, mittlere Flachheit"). Thomas Groß trifft sich mit Sven Regener, Sänger der Band Element of Crime und Autor von "Herr Lehmann". Erster Eindruck: "Subtext ist sein drittliebstes Wort. Sein zweitliebstes ist Quark, norddeutsch in die Länge gezogen, man soll ruhig hören, dass hier ein Bremen-stämmiger Ex-Hamburger Wahl-Berliner spricht. Sein Lieblingswort ist Käse."

Thomas Assheuer unterhält sich mit der amerikanischen Philosophin Susan Neimann über den Ausgang der Wahlen, die Abkehr der Intellektuellen von Rot-Grün: "Die Nichteinmischung der Intellektuellen in diesem Wahlkampf zeigt, dass sie sich nur in der Opposition richtig wohl fühlen und immer nur unangenehme Wahrheiten aussprechen möchten. Alles, was nach Lob oder Zustimmung aussieht, wird als Anbiederung betrachtet. Dabei hatte Rot-Grün ein kosmopolitisches Klima geschaffen, in dem man bestimmte Sorgen nicht mehr haben musste und wo ein kulturelles Leben florieren konnte. Was das angeht, gab es nicht einmal einen Funken von Dankbarkeit."

Jens Jessen stöhnt in der Leitglosse über all die Biedermänner, die sich über den Drogenkonsum von Kate Moss, immerhin der Ikone des "Heroin Chic", empören. Claus Spahn urteilt nach dem Einstand der neuen Hamburger Opernchefin streng Simone Young, dass sie ihre Bewährungsprobe noch nicht bestanden habe. Hanno Rauterberg stellt den Mann hinter der Flick Collection vor, den Galeristen Iwan Wirth. Claudia Herstatt kündigt die Auktion des Jahres an: die große Verkaufsaktion im Haus Hannover.

Besprochen werden Leander Haußmanns Klamaukfilm "NVA" ("Diese Armee verteidigt das Marktsegment Ostalgie."), das neue Album "You Could Have it so Much Better" von Franz Ferdinand, das wiederentdeckte Carnegie-Hall-Konzert von Thelonius Monk und John Coltrane auf CD, und Orson Welles Klassiker "Citizen Kane" auf DVD.

Frankfurter Rundschau, 29.09.2005

Daniel Kothenschulte porträtiert den Filmregisseur Timur Bekmambetow, der mit "Wächter der Nacht" den ersten russischen Blockbuster gedreht hat: "Als Videoclip-Regisseur mit drei bis vier Aufträgen im Monat habe ich einen viel direkteren Draht zum Publikum als ein Filmemacher, der nur ab und zu arbeitet. Ich weiß einfach, wann mein Publikum lacht, weint oder sich erschreckt", wird Bekmambetow zitiert.

Weitere Artikel: Harry Nutt macht sich Gedanken über das politische Zeitgefühl, und Thomas Medicus macht sich in Times Mager über von Lokalmedien stolz zitierte Erhebungen lustig, wonach Berlin im Metropolenranking auf Platz 38 steht.

In der FR Kultur plus gibt es ein Interview mit Andrew Fletcher und Martin Gore über 25 Jahre Depeche Mode, das neue Album "Playing The Angel" und das dritte Bandmitglied, Sänger Dave Gahan. (Nur im e-paper, das präsentiert heute morgen allerdings noch die Ausgabe von gestern.)

Besprochen werden Burkhardt C. Kosminskis Uraufführungsinszenierung von Moritz Rinkes Hartz-IV-Stück "Cafe Umberto" am Schauspielhaus Düsseldorf ("Leider haben Regisseur Burkhard C. Kosminski und Bühnenbildner Florian Etti 'Cafe Umberto' naturalistisch missverstanden", findet Stefan Keim) und Stefan Kimmig Inszenierung des gleichen Stücks am Thalia Theater in Hamburg (die Frauke Hartmann auch nicht überzeugte), Leander Haußmanns DDR-Klamotte "NVA", Hany Abu-Assads Film "Paradise Now", Volker Koepps neuer Film "Pommerland", Ulrich Seidls Film "Jesus, Du weißt".

Die Tageszeitung, 29.09.2005

"Die NVA war, nicht anders als die DDR, eine urpreußische Einrichtung", schreibt Jochen Schmidt in seiner Besprechung von Leander Haußmanns Film "NVA", und bedauert, dass Haußmann darin nicht weit genug geht. "Es ist eine Komödie geworden. Warum nicht? Jeder, der dabei war, weiß, dass es viel zu lachen gab. Was sollte man auch sonst tun, um sich die Zeit zu vertreiben? Außerdem war die Absurdität der Vorschriften und Sprachregelungen kaum zu überbieten, die Armee ist nun mal ein Slapstick-Paradies. Dennoch, wie traurig sähe es um die (west)deutsche Filmgeschichte aus, wenn es zum 2. Welkrieg nur Militärklamotten wie '08/15' gäbe mit ihrer widerlichen Lausbubenmentalität - und nicht Bernhard Wickis 'Die Brücke'?"

Weitere Artikel: Sebastian Moll denkt nach "Katrina" und "Rita" im Feuilleton über das Desaster als Motor der nationalen Selbstfindung in den USA nach. In der letzten Folge der Serie "Kino der Kindheit" erinnert sich Anke Leweke an das Kaarster Dorfkino, dass sie nur noch auf Postkarten kennenlernen konnte.

Auf der Tagesthemen Seite gibt es zwei Artikel zu "Paradise Now", Hany Abu-Assads Film über zwei palästinensische Selbstmordattentäter. Cristina Nord beschreibt die heftige Diskussion darüber, ob der Film antisemitisch ist oder nicht. Für sie verbirgt sich hinter dem Protest eine Kunstauffassung, die  Freiheiten nur dann erlaubt, wenn es "um Schöngeistiges geht". Und der Leiter des Israelischen Filmfonds Katriel Schory meint im Interview: "Es wäre gut, wenn die Israelis die Chancen hätten, ihn zu sehen, denn der Film erzählt die Geschichte von einem anderen Standpunkt aus. Damit können wir ein Gefühl bekommen, wie Leute von der anderen Seite die ganze Situation empfinden. Es ist ein Kunstwerk. Ein Kunstwerk - warum nicht?"

Besprochen werden Volker Koepps Dokumentarfilm "Pommerland" und zwei Austellungen im Hamburger Bahnhof in Berlin: "Fast Nichts" aus Beständen der F. C. Flick Collection und die Ausstellung anlässlich des Preises der Nationalgalerie für Junge Kunst.

Schließlich Tom.

Die Welt, 29.09.2005

Die Welt dokumentiert einen Text Jörg Immendorffs mit allerlei Assoziationen und einer Passage über einen Besuch in einem Pekinger Krankenhaus, wo ihm gegen seine ALS-Krankheit zwei Millionen Nasenzellen von abgetriebenen Föten ins Hirn gespritzt wurden: "Plötzlich setzten Bohrgeräusche ein, und eh ich noch groß darüber nachdenken konnte, setzte der Bohrer an meinen Kopf an und durchdrang meine Schädeldecke an der einen und der anderen Stelle, und ich spürte ganz genau, als der Bohrer in mich hineinkam, absetzte und dann in rotierender Bewegung wieder rausgenommen wurde."

Weitere Artikel: Uwe Schmitt hat sich einen Dokumentarfilm Martin Scorseses über Bob Dylan angesehen. Dankwart Guratzsch berichtet über Querelen um den Wiederaufbau der Leipziger Paulinerkirche. Und Eckhard Fuhr kommentiert die Liste der 100 wichtigsten Intellektuellen der Welt aus dem Prospect, auf die wir bereits in unserer Magazinrundschau hinwiesen (alle Links hier).

Besprochen werden die Oper "Sophie's Choice" von Nicholas Maw in Berlin, Leander Haußmanns Film "NVA", Timur Bekmambetovs Fantasy-Film "Wächter der Nacht" und Moritz Rinkes neues Stück "Cafe Umberto" in Hamburg.

Auf der Forumsseite erinnert Daniel Friedrich Sturm daran, dass Oskar Lafontaine sich noch im Jahr 1990 gegen die Wiedervereinigung wandte.

Süddeutsche Zeitung, 29.09.2005

"Das war ein schöner Moment", berichtet Holger Liebs über einen Auftritt Christoph Schlingensiefs bei der Verleihung des Preises der Berliner Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin, "als der eingeladene Festredner Christoph Schlingensief, am Ende seines laut deklamierten Kunstabschaffungs-Manifests, den Umschlag mit dem Namen des Publikumspreises zerriss und sagte: 'Hiermit breche ich diese Veranstaltung, diesen Kunstwettbewerb, ergebnislos ab. Kunst kennt keine Sieger!'" Natürlich ist der Kulturbetrieb durch solche Sentimentalitäten nicht aufzuhalten. Den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst hat Monica Bonvicini (mehr hier und hier) trotzdem bekommen.

Am Mittwoch stimmte das Europäische Parlament trotz deutlicher Kritik an der Türkei dem Start der EU-Beitrittsverhandlungen zu. Nur die Österreicher sind strikt dagegen - schließlich belagerten die Türken 1683 Wien. Michael Frank interpretiert das als unfreundliche Behandlung von Verwandten: "Nach dem Entsatz von Wien - es war damals mit rund 65.000 Einwohnern Weltmetropole - wurden 20.000 Türken gefangengenommen, die in der Stadt blieben und assimiliert wurden. Ein Viertel aller 'echten Wiener' Türken? Angesichts des vorlauten Herrn Strache (Vorsitzender der FPÖ), dieses schmucken Kerlchens mit dem lackschwarzen Haar, glaubt man zu erfassen, wo der Ruf des Blutes - so der durchaus übliche Sprachgebrauch dieser Herrschaften - durch die Adern rauscht: Ob Tschechen, Slowaken, Südslawen - die Wiener haben jene Völker noch immer am wenigsten gemocht, mit denen sie die schönste Verwandtschaft verbindet."

Weitere Artikel: David Childs (mehr hier), Chefarchitekt von Ground Zero, hat sich mit Andrian Kreye über das ehrgeizigste und fragwürdigste Bauvorhaben der Gegenwart unterhalten. Christopher Bartmann war dabei, als im Stockholmer Opernhaus der Kulturpreis der Sparkassenstiftung an Filmregisseur Per Fly (mehr hier) vergeben wurde. Leander Haußmann hat mit G.G. Pflaum und Fritz Göttler ein Gespräch über seinen neuen Film "NVA" geführt: "Ich wollte einen Armee-Film machen, in dem wenig gebrüllt wird. Eine romantische Komödie." Klaus Podack bewirbt Band IV der SZ-Klassiker-Reihe, Christine Nöstlingers Kinderbuch "Konrad oder das Kind in der Konservenbüchse". Und Thomas Thieringer gratuliert der Schauspielerin Elfriede Kuzmany zum 90. Geburtstag.

Besprochen werden zwei Inszenierungen von Moritz Rinkes Hartz-IV-Drama "Cafe Umberto": die Uraufführungsinszenierung von Burkhard C. Kosminski ("kreuzbrav und hyperrealistisch") am Schauspielhaus Düsseldorf und Stephan Kimmigs Inszenierung am Thalia Hamburg zwei Tage später ("Der Abend klebt nicht, er schwebt, erhebt sich", freut sich Christine Dössel), Hany Abu-Assads Film "Paradise Now", Ulrich Seidls Film "Jesus, Du weißt", Judd Apatows Komödie "The 40 year old virgin", und Bücher, darunter A.L. Kennedys Roman "Paradies" und Sigrid Weigels Studie "Literatur als Voraussetzung der Kulturgeschichte. Schauplätze von Shakespeare bis Benjamin" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Neue Zürcher Zeitung, 29.09.2005

Kreta wird als die Wiege Europas bezeichnet, doch in Sachen Kultur hinkt sie ihren Nachkommen weit hinterher, berichtet Hansgeorg Hermann. Künstler verlassen scharenweise die Hauptstadt Heraklion, die darunter sichtlich leidet: "Es gibt kein großes Stadttheater, es gibt keine Musikakademie, in ganz Heraklion überlebt mehr schlecht als recht eine einzige Kunstgalerie. Die stellte vor kurzem rund dreißig Werke des 1993 verstorbenen kretischen Malers Thomas Fanourakis aus, (...) der griechische Alltagsszenen in Öl entwarf. Nur sieben wurden verkauft, in einer Stadt, deren Bürgern es an Geld gewiss nicht mangelt."

Weitere Artikel: Maria Becker besucht eine "perfekt gestaltete Retrospektive" des Schweizer Architekten und Malers Max Bill im Kunstmuseum Stuttgart und schwärmt von der Ausstellung, "die einen späten Vertreter des Bauhauses zu einem ebenso lehrhaften wie ästhetischen Erlebnis zu machen versteht."

Alfred Zimmerlin war beim Jubiläumskonzert des Chefdirigenten des Tonhalle-Orchesters Zürich David Zinman dabei und erlebte ein Feuerwerk.

Besprochen werden zwei neue Alben, und zwar ein "weiteres Alterswerk" von Neil Young, "Prairie Wind" und "You Could Have It So Much Better" der schottischen Band Franz Ferdinand (über die Ueli Bernays schwärmt: "So viel Witz, so viel Lässigkeit und Können findet sich gegenwärtig kaum in einer anderen vergleichbaren Formation.") sowie Bücher, darunter Bettina Gundermanns "weder moralischer noch amoralischer" Roman "Lysander".

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2005

Das Theaterstück der Saison ist ganz eindeutig Moritz Rinkes "Cafe Umberto", schreibt Gerhard Stadelmaier, der die ersten Aufführungen in Düsseldorf und Hamburg gesehen hat. Es spielt in den Gängen der Arbeitsämter und ist bevölkert von arbeitslosen Erdkundelehren, Malern und Komponisten - was Stadelmaier nicht ganz eingeht: "Man sieht schon nach zwei Inszenierungen, was sowohl den Dramatiker als auch die Bühnen natürlich am meisten an der Sache interessiert: ihresgleichen. Also das Stück-Personal, aus dessen Milieu sich auch Theaterparkett und -abonnement rekrutieren: der akademische Mittelstand. Man bewegt sich im Zirkel. Das wahre gesellschaftliche Elend, die wirkliche Arbeitslosigkeit, das Leben ganz unten bleibt wie immer draußen - oder ihm wird wie in der Hamburger Aufführung mit ein paar im Arbeitsamt herumliegenden Kloschüsseln und der üblichen Art von Bühnenbildmüllhalde regieeinfallsmäßig gehuldigt. Wohlstandstheater, das im Elend immer nur sich selber spiegelt."

Weitere Artikel: Im Aufmacher liest Henning Ritter den Katalog des wertkonservativen Versandhändlers Manufactum als mögliche Basis einer schwarzgrünen Verständigung. Malte Herwig hörte sich einen Vortrag Hans Küngs unter dem Titel "Schafft Olympia Frieden?" an. Joseph Hanimann berichtet über den Umzug der Pariser Cinematheque in das von Frank Gehry entworfene einstige amerikanische Kulturzentrum im 12. Arrondissement ("eine der glücklichsten Pariser Kulturentscheidungen seit langem"). Alexandra Kemmerer berichtet, dass sich der designierte oberste amerikanische Richter John Roberts abfällig zur Praxis internationaler Rechtsvergleiche in Urteilsbegründungen geäußert habe. Rose Maria Gropp gratuliert der Kriminalschriftstellerin Ingrid Noll zum Siebzigsten, die damit genauso alt ist wie der Rock'n'Roller Jerrry Lee Lewis, dem Edo Reents gratuliert, während die Globalisierungskritikerin Viviane Forrester schon achtzig ist und von Andreas Platthaus versorgt wird.

Auf der Kinoseite berichtet Andreas Kilb vom Filmfestival in Montreal. Paul Ingendaay hat sich lateinamerikanische Filme in San Sebastian angesehen. Und Michael Althen wundert sich, dass es angesichts der Einfallslosigkeit Hollywoods in den letzten Jahren überhaupt noch Internetpiraten für die Produkte der Studios interessieren.

Auf der Medienseite kommentiert Michael Hanfeld einige bedenkliche Äußerungen Otto Schilys zur Arbeit der deutschen Presse und die von ihm angeordnete Durchsuchung der Cicero-Redaktion, wo man auf die Spur eines Informanten stoßen wollte. Jürgen Kaube berichtet, dass ein wissenschaftlich qualifiziertes Personal seine gesamte Autorität in die Waagschale legte, um die Bundesligaberichterstattung der ARD in einem Offenen Brief zu kritisieren. Und Judith Lembke berichtet über Verhandlungen um Übertragungsrechte der Bundesliga, die immer teurer werden.

Auf der letzten Seite greift Heinrich Wefing eine große Recherche der Los Angeles Times über den Getty Trust auf, dem vorgeworfen wird, zahlreiche antike Kunstgegenstände aus Raubgrabungen erworben zu haben. Jürgen Kaube staunt über die exzellenten Ergebnisse des ersten Absolventenjahrgangs der elitären Bucerius Law School. Und Martin Kuhna stellt den ehemaligen Referatsleiter der Bundespost Josef Kedaj vor, der für sich beanspruchen darf, das sehr deutsche Wort "Handy" erfunden zu haben.

Besprochen werden ein Konzert Bill Wymans und seiner Rhythm Kings in Frankfurt, eine Oper von Etienne Nicolas Mehul (1763 - 1817) und Beethovens "Fidelio" beim Bonner Beethovenfest und der russische Fantasy-Film "Wächter der Nacht".

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