Hobbysammler Bill Gates zeigt Handschrift von Leonardo da Vinci

Im "Codex Leicester" sinnierte Leonardo da Vinci über die Entstehung der Welt. Microsoft-Boss Bill Gates präsentiert sein 30,8 Millionen US-Dollar schweres Liebhaberstück nun erstmals in Deutschland


Aus dem Wohnzimmer von Bill Gates: Der Codex Leicester
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Aus dem Wohnzimmer von Bill Gates: Der Codex Leicester

München - Bill Gates ersteigerte den 72 Seiten umfassenden Codex von Leonardo da Vinci (1452-1519) vor fünf Jahren auf einer Auktion. Der Milliardär kommt zur Eröffnung der Ausstellung an diesem Donnerstag in das Münchner Haus der Kunst. Dem Manuskript wird ein Zyklus von 96 Zeichnungen von Joseph Beuys (1921-1986) gegenübergestellt, der am Ende des 20. Jahrhunderts - wie zuvor Leonardo - die Wissenschaft mit der Kunst vereinen wollte.

Der "Codex Leicester" wurde bereits in Italien, Frankreich und den USA präsentiert. Die nach ihren langjährigen Besitzern Leicester benannte Handschrift bleibt bis zum 9. Januar in München. Anschließend wird der Text noch in Berlin (29. Januar bis 12. März 2000) im Martin-Gropius-Bau gezeigt.

Leonardo da Vinci verfasste den Codex in Jahren 1506 bis 1510. Um die Lektüre des Manuskripts zu erleichtern, hat Gates ein "Codescope" entwickeln lassen, das die Handschrift entziffert und übersetzt. Außerdem ist der Codex auf CD-Rom erhältlich.



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