Franko-chinesischer Künstler Huang Yong Ping ist tot

Mit seinen Installationen schaffte er es in die wichtigsten Museen der Welt: Huang Yong Ping galt als einer der führenden Avantgardekünstler. Im Alter von 65 Jahren ist der gebürtige Chinese, der 1989 nach Frankreich auswanderte, nun gestorben.

Huang Yong Ping wurde 1954 in der Hafenstadt Xiamen geboren
Joel Saget/ AFP

Huang Yong Ping wurde 1954 in der Hafenstadt Xiamen geboren


Der international bekannte chinesische Künstler Huang Yong Ping ist im Alter von 65 Jahren in seiner Wahlheimat Paris gestorben. Sein Galerist Kamel Mennour bestätigte den Tod.

Huang Yong Ping galt als einer der führenden Vertreter der Avantgarde. Werke des Konzept- und Installationskünstlers gehören zu den Sammlungen vieler berühmter Museen der Welt, etwa zu denen des Museum of Modern Art (MomA), des Guggenheim Museum oder des Centre Pompidou. Auch vertrat er Frankreich 1999 auf der Biennale in Venedig. 2016 war er mit dem Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in Köln ausgezeichnet worden.

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"Huang Yong Ping war ein Gigant der Avantgarde, eine Vaterfigur für Generationen von Künstlern und Denkern", sagte der Pariser Galerist. "Er öffnete einen heiklen Pfad des Dialogs zwischen den Welten mit unnachgiebigem Engagement und philosophischen Ansichten über die Turbulenzen der Welt. Er war ein großer Künstler."

Der 1954 in der südchinesischen Hafenstadt Xiamen geborene Huang Yong Ping war in den Achtzigerjahren einer der Gründer einer "Xiamen Dada" genannten Gruppe. Er verband Dadaismus mit Buddhismus. 1989 nahm der Künstler an der Ausstellung "Les Magiciens de la Terre" im Pariser Centre de Pompidou teil und entschied sich nach der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 in Peking, sich in Paris niederzulassen.

hpi/dpa



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