Irak Unesco hilft beim Wiederaufbau der "Goldenen Moschee"

Auch Bauwerke leiden im Krieg: So wurde das wichtigste Heiligtum der Schiiten im Irak bei Anschlägen schwer beschädigt. Jetzt will die Unesco beim Wiederaufbau der "Goldenen Moschee" in Samarra helfen.


Paris - "Die Achtung des Kulturerbes ist eines der Grundprinzipien des Wiederaufbaus für den Irak und ein entscheidender Schritt zur nationalen Aussöhnung", erklärte Unesco-Generaldirektor Koïchiro Matsuura. Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat beschlossen, 5,4 Millionen der nötigen 8,4 Millionen Dollar zum Wiederaufbau beizusteuern. Das teilte die Unesco in Paris mit.

Zuletzt war der als "Goldene Moschee" bekannte Askari-Schrein in der nordirakischen Stadt Samarra am 13. Juni 2007 Ziel eines Terroraktes gewesen. Dabei waren zwei 36 Meter hohe Minarette umgestürzt. Die vergoldete Kuppel war bereits am 22. Februar 2006 bei einem Sprengstoffanschlag eingestürzt.

Das Gebäude beherbergt die Gräber des zehnten und des elften Imams, des 868 gestorbenen Ali Ibn Mohammed Al-Hadi und seines 874 gestorbenen Sohnes Hassan Al-Askari. Die zwei Geistlichen werden von den Schiiten als rechtmäßige Nachfolger des Propheten Mohammed angesehen. Die Schiiten stellen im Irak die Bevölkerungsmehrheit und waren einst von dem Regime Saddam Husseins unterdrückt worden.

hoc/dpa



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