"Bild"-Herausgeber Kai Diekmann verlässt Springer-Verlag

16 Jahre stand er an der Redaktionsspitze der "Bild"-Zeitung - jetzt verlässt der Journalist Kai Diekmann den Axel-Springer-Verlag.

Kai Diekmann
Michael Timm/ face to face

Kai Diekmann


Er werde sich künftig anderen Aufgaben außerhalb des Unternehmens widmen - Kai Diekmann, Herausgeber der Boulevardzeitung "Bild", wird ab Februar nicht mehr bei Axel Springer arbeiten. Das teilte der Verlag in einer Pressemitteilung mit.

Diekmann könne auf eine einzigartige Karriere bei Axel Springer zurückblicken, so Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender bei Springer. "Wir sind traurig über sein Ausscheiden." Und weiter: "Es ist vor allem ihm zu verdanken, dass 'Bild' heute Trendsetter des digitalen Journalismus ist und eine hochprofitable Multimediamarke." Diekmann hatte 2012 für Aufsehen gesorgt, als er auf der Suche nach Mitteln gegen die Zeitungskrise mehrere Monate bei Internetriesen wie Google im Silicon Valley verbrachte (Lesen Sie hier, wie sich Diekmann in Kalifornien neu erfand).

Diekmann selbst erklärte, er wisse "Bild", "Bild am Sonntag" und "B.Z." bei seinen Kollegen "in den allerbesten Händen". Zu neuen beruflichen Angeboten äußerte sich der 52-Jährige zunächst nicht.

Diekmann, der in Ravensburg geboren wurde, kam 1985 zu Axel Springer, um eine Ausbildung an der Axel-Springer-Journalistenschule zu absolvieren, später arbeitete er u.a. als Parlamentskorrespondent der "Bild" und als Chefredakteur der "Welt am Sonntag". 2001 übernahm er die "Bild"-Chefredaktion und wurde später zusätzlich zum Herausgeber der gesamten "Bild"-Gruppe berufen; zum Jahresende 2015 fungierte er nur noch als Herausgeber und übernahm u.a. die Führung der Chefredakteure.

eth/dpa



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