Kunstdiebstahl Aufgetauchtes Rubens-Bild wohl Millionen wert 

Zehn Jahre lang war "Die Schweinejagd" verschwunden, jetzt ist das Rubens-Gemälde bei einem Trödler in Athen wieder aufgetaucht. Experten schätzen seinen Wert auf bis zu 35 Millionen Euro. In die versuchte Hehlerei soll auch eine prominente griechische TV-Moderatorin verwickelt sein.


Athen - Ein gestohlenes Rubens-Gemälde, das jetzt in Griechenland sichergestellt wurde, könnte nach Schätzungen von Experten 15 bis 35 Millionen Euro wert sein. Das berichteten griechische Medien am Freitag. Das Werk des flämischen Malers Peter Paul Rubens war nach Angaben des Kulturministeriums in Athen am 18. Juni 2001 aus einem Museum in Gent in Belgien gestohlen worden. Es handle sich um die "Schweinejagd" aus dem Jahr 1618.

Das Gemälde sei nach Angaben von Kunstexperten auch unter dem Namen "Die Jagd des kalydonischen Ebers" bekannt, berichteten Medien am Freitag. Interpol suchte das Gemälde seit Jahren. Die Polizei nahm in Griechenland einen Mann und eine Frau fest.

Experten sagten der griechischen Zeitung "Kathimerini", es handle sich offenbar um einen Modell-Bild zu einem "Lieblingsthema" des Malers, dass der Künstler machte, bevor er andere Jagd-Bilder malte. Dies bedeute jedoch nicht, dass das Gemälde weniger wertvoll sei, hieß es.

Angeblich griechische TV-Moderatorin verwickelt

Das Bild wurde nach Angaben des Ministeriums bei einem 65-jährigen griechischen Trödler und einer 40-jährigen Griechin wiedergefunden. Es misst 28 mal 52 Zentimeter.

Wie die Polizei mitteilte, seien die Fahnder einem Hinweis gefolgt, wonach zwei Menschen in der Athener Vorstadt Glyfada ein Gemälde für sechs Millionen Euro hätten verkaufen wollen. Polizisten präsentierten sich als potenzielle Käufer und nahmen den Händler und die Frau fest.

Bei der 40-Jährigen soll es sich um eine in Griechenland bekannte Fernsehmoderatorin handeln. Ihr Name wurde nicht bekannt. Laut Medienberichten sagte sie der Polizei, sie hätte das Gemälde von einem italienischen Freund bei einem Urlaub auf der Insel Rhodos im Jahr 2003 "als Geschenk" bekommen. Sie habe finanzielle Probleme und deswegen versucht, das Gemälde zu verkaufen.

kuz/dpa



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dirk.kunkel.ronnenberg 02.09.2011
1. Doofe Verkäufer
Warum haben Sie es nicht bei ebay verkauft?
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