Landesmedienanstalten "Big Brother" weiter im Programm

Die vor zwei Wochen gestartete Show "Big Brother" darf weiter ausgestrahlt werden. Der Sender RTL 2 verspricht eine tägliche Auszeit für die Kandidaten.


Noch viele Tage Frühstück im Container
DPA

Noch viele Tage Frühstück im Container

Frankfurt/Main - Darauf einigten sich die 15 Landesmedienanstalten am Dienstag auf einer Sitzung in Frankfurt. RTL 2 habe zugesichert, innerhalb von ein bis zwei Tagen den Kandidaten zu ermöglichen, sich eine Stunde täglich in Räumen ohne Kameraaufzeichnung aufzuhalten. Bislang hatte sich der Sender geweigert, diese Änderung des Konzepts umzusetzen, die die Landesmedienanstalten bereits am vergangenen Montag angemahnt hatten.

Die Landesmedienanstalten wollen der für RTL 2 zuständigen hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR) empfehlen, auf ein rechtsaufsichtliches Vorgehen zunächst zu verzichten. "Wir werden die Sendungen aber weiter intensiv beobachten und bewerten", sagte der Vorsitzende der Gemeinsamen Stelle Jugendschutz und Programm, Wolf-Dieter Ring, im Anschluss an die Beratungen.

In der am 1. März gestarteten Serie werden derzeit noch neun Menschen unter Abschirmung von der Außenwelt in einem Container rund um die Uhr von Kameras beobachtet. Wer hundert Tage durchhält, bekommt 250.000 Mark. Kritiker sehen darin einen Verstoß gegen die Menschenwürde.



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