Late-Night-Talkerin Engelke Erst fällt die Quote, dann der Werbepreis

Für Spaßmacherin Anke Engelke wird es ernst: Die Quote für ihre Late-Night-Show fällt, der Unmut bei Werbekunden steigt. Sat 1 reagiert mit einer Senkung der Werbepreise - der Anfang vom Ende für Deutschlands erste Nachttalkerin?


Moderatorin Engelke: Ernste Entwicklung trotz Spaßtalent
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Moderatorin Engelke: Ernste Entwicklung trotz Spaßtalent

Hamburg - Sie gilt als großes Humortalent und hat zurzeit dennoch nichts zu lachen: Erst musste sie die den Vergleich mit Überentertainer Harald Schmidt abschütteln, dessen Sendeplatz sie übernommen hatte, dann fiel kontinuierlich ihre Quote. Sat 1 zieht jetzt die Konsequenzen und senkt die Werbepreise für die "Anke Late Night"-Show. Eine Sprecherin der Vermarktungsfirma SevenOne Media bestätigte heute eine Meldung des Branchendienstes "kress report", wonach die Preise für einen Werbeblock um durchschnittlich 14 Prozent reduziert werden.

Die Preissenkung gehöre zu einer Optimierungsphase: Vom 12. Juli an werden laut SevenOne Media nur noch zwei statt drei Werbeblöcke pro Ausgabe ausgestrahlt. Für einen 30-Sekunden-Spot müssen Werbekunden dann nur noch zwischen 8700 und 10.080 Euro bezahlen, bislang waren es 10.080 bis 11.700 Euro.

Die Marktanteile sind nach Engelkes Start am 17. Mai in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer auf Werte um sieben bis acht Prozent gesunken. Besonders die abendliche Nachberichterstattung zur Fußball-EM in Portugal auf ARD und ZDF dürfte die Show geschwächt haben.



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