"Lindenstraße" Else Kling will erschossen werden

Anlässlich der 1000. Folge der TV-Seifenoper "Lindenstraße" hat das Ensemble-Urgestein Annemarie Wendl ihren Ausstieg bekannt gegeben. Die Darstellerin der Treppenhaus-Hexe Else Kling möchte am liebsten, dass ihre Serien-Figur erschossen wird.

Hamburg - "Noch in diesem Jahr ist Schluss", sagte die 90-jährige Wendl der "Bild am Sonntag". Sie wünscht sich für die Putzfrau Kling kein friedliches Ende, sondern einen Mord: "Aus dem Haus gehen, von einer Kugel getroffen werden - und aus!" Sie befürchte aber, dass Produzent Hans Geißendörfer sie "langweilig im Bett sterben lassen" wolle.

In der ARD-Talksendung "Beckmann" gestand Wendl nach einer Vorabmeldung vom Sonntag, dass sie den Strapazen nicht mehr gewachsen sei. "Vielleicht mag ich nicht mehr, vielleicht ist es mir zu viel." Sie müsse von ihrem Wohnort München immer zum Drehen nach Köln fliegen. "Das ist das Anstrengende", fügte sie hinzu.

Wendl war im Jahr 2003 an einer schweren Grippe und einer Lungenentzündung erkrankt. Später stürzte sie und knackste sich einen Halswirbel an.

Die Rolle der ewig grantelnden Hausmeisterin hat Wendl nach eigenem Bekunden aber geistig jung gehalten: "Schimpfen ist immer gut. Man muss den Leuten sagen, wo es langgeht. Sonst tun sie alle, was sie wollen, und das ist nicht gut." Der "BamS" sagte sie, dass sie vor der Zeit nach der "Lindenstraße" Angst habe: "Jetzt habe ich ja regelmäßig zu tun, dann nicht mehr."

Das Putzen habe Wendl erst bei der "Lindenstraße" und Geißendörfer gelernt: "Ich war die Putzfrau der Nation, die nicht putzen konnte. Ich hatte in meinem Leben noch keinen Putzlumpen in der Hand gehabt. Und kehren konnte ich auch nicht", sagte sie bei "Beckmann". Wendl gehört zur Stammbesatzung der Serie, von der am Abend die 1000. Folge ausgestrahlt wird.

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