Früherer Documenta-Leiter Manfred Schneckenburger ist tot

Zwei Mal leitete er die Documenta - nun ist der Kurator und Kunsthistoriker Manfred Schneckenburger gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.
Manfred Schneckenburger

Manfred Schneckenburger

Foto: Uwe Zucchi/ DPA

Der Kurator Manfred Schneckenburger ist tot. Kurz nach seinem 81. Geburtstag starb er am 3. Dezember in Köln - das ließ seine frühere Ehefrau über einen befreundeten Kurator am Donnerstag mitteilen.

Der in Stuttgart geborene Kurator und Kunsthistoriker war in den Jahren 1977 und 1987 künstlerischer Leiter der documenta in Kassel und betonte dabei nach Angaben der Ausstellungsveranstalter insbesondere die gesellschaftspolitische Verantwortung von Kunst. Unter seiner Leitung wurden bei der "documenta 6", die 1977 stattfand, Videokunst, Performances und Fotografie in das Ausstellungskonzept eingebaut. Neben dem Begründer Arnold Bode gilt er als einziger Kurator, der mehr als einmal dieLeitung der bedeutenden internationalen Ausstellung  innehatte.

Von 1973 bis 1974 war er Direktor der Kunsthalle Köln. Außerdem arbeitete Schneckenburger ab 1991 als Professor an der Kunstakademie Münster und später als Rektor. Vor vier Jahren wurde er mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Zuletzt lebte Schneckenburger in Köln.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Schneckenburger sei am Montag (2. Dezember) gestorben. Tatsächlich starb er am 3. Dezember; der befreundete Kurator hat seine Aussage korrigiert.

evh/dpa
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