Wird's auch ohne ihn witzig? Manuel Andrack, an der Seite von Harald Schmidt über viele Jahre hinweg Deutschlands unterhaltsamster Normalo, steigt bei "Schmidt & Pocher" aus - und will künftig auf eigene Faust das Publikum verzücken.
Saarbrücken/Hamburg - Lange war er der wohl berühmteste Sidekick der Republik, dann trat er wieder in den Hintergrund als Redaktionschef - und jetzt ist endgültig Schluss mit lustig. Nach 13 Jahren an der Seite von Late-Night-Legende Harald Schmidt hat Manuel Andrack sein Amt als Redaktionsleiter der ARD-Sendung "Schmidt & Pocher" niedergelegt.
"Bei mir haben sich so viele Verpflichtungen ergeben, da musste ich ein bisschen aufräumen", sagte Andrack der "Saarbrücker Zeitung" am vergangenen Wochende.
Er fügte hinzu: "Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt, wie es immer so schön heißt. In unserem Fall ist das aber wirklich so."
Vor dem Start von "Schmidt & Pocher" vor knapp einem Jahr hatte Andrack noch selbst mit Harald Schmidt regelmäßig vor der Kamera gestanden - beziehungsweise gesessen.
Andrack saß in der Regel wie Schmidt hinter einem Schreibtisch und gab in der Show den biertrinkenden Normalo mit einer fanatischen Liebe zum 1. FC Köln.
Eine WDR-Sprecherin bestätigte jetzt den Rückzug Andracks. Mit dem Harald-Schmidt-Gagschreiber Ralf Kabelka sei aber bereits ein neuer Redaktionsleiter gefunden worden.
Andrack, der im Sommer von Köln nach Saarbrücken umgezogen ist, will sich künftig noch stärker seiner Arbeit als Autor und Kolumnist widmen.
Derzeit ist Andrack mit seinem neuen Buch "Von wem habe ich das bloß", einem humoristischen Ausflug in die Genealogie, auf Lesereise in 34 deutschen Städten unterwegs. Zuvor hatte er mehrere Wanderbücher veröffentlicht.
Die Late-Night-Show "Schmidt & Pocher" kehrt nach mehrmonatiger Sommerpause am 9. Oktober mit einer neuen Staffel auf den Bildschirm zurück.
tdo/ddp/AP
Hinweis: In einer ersten Version dieses Artikels hieß es unter Berufung auf die beiden Nachrichtenagenturen ddp und AP, die Meldung über Andracks Ausstieg bei "Schmidt & Pocher" sei einem Vorbericht der "Saarbrücker Zeitung" vom 10. September entnommen. Tatsächlich erschien das fragliche Interview aber bereits am 6. September. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.
SPIEGEL+-Zugang wird gerade auf einem anderen Gerät genutzt
SPIEGEL+ kann nur auf einem Gerät zur selben Zeit genutzt werden.
Klicken Sie auf den Button, spielen wir den Hinweis auf dem anderen Gerät aus und Sie können SPIEGEL+ weiter nutzen.