Chefredakteurin Marion Horn verlässt die "Bild am Sonntag"

Ende September hatte Axel Springer die Zusammenlegung von "Bild" und "Bild am Sonntag" verkündet. Der Abgang von Marion Horn als Chefin der Sonntagszeitung zeichnete sich ab. Nun steht er fest - ihre Nachfolgerin auch.

Marion Horn: 2013 war sie Chefredakteurin der "Bild am Sonntag" geworden
Markus Scholz/ picture alliance

Marion Horn: 2013 war sie Chefredakteurin der "Bild am Sonntag" geworden


Es ist ein Teil des großen Konzernumbaus von Axel Springer: Ende September hatte das Medienhaus unter anderem bekanntgegeben, die Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" zusammenzulegen, die "BamS" soll in den redaktionellen Abläufen der Tageszeitung aufgehen. Schon da zeichnete sich ab, dass "BamS"-Chefredakteurin Marion Horn, 53, ihre Posten räumen würde. Dies bestätigte Axel Springer nun. Horns Nachfolgerin wird Alexandra Würzbach, bislang Vize-Chefin der "Bild".

Vorstandschef Mathias Döpfner äußerte sich in einer Mitteilung zum Weggang Horns: "Sie hat als Chefredakteurin mit Kompetenz und Leidenschaft insbesondere die investigative und politische Relevanz von 'Bild am Sonntag' geprägt. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr." Horn bedankte sich bei ihrem Team und begründete ihren Abschied in der Mitteilung mit der Zusammenlegung: "Eine eigenständige Redaktion ist eine wichtige Basis für meine Art des Journalismus. Ich gehe deshalb auf eigenen Wunsch."

Horn war 2013 als Vize-Chefin der "Bild"-Zeitung unter Kai Diekmann an die Spitze der "BamS" gewechselt. Sie kam 2001 zur "Bild". Bis 2007 war sie stellvertretende Chefredakteurin, bevor sie in gleicher Position für ein Jahr zur "BamS" wechselte. 2008 kehrte sie zu "Bild" zurück und wurde 2012 zur Stellvertreterin des Chefredakteurs berufen. Zuvor war sie unter anderem Chefredakteurin der "Hamburger Morgenpost" und leitete verschiedene Entwicklungsprojekte.

Alexandra Würzbach berichtete auch aus dem Bundestag für die "Bild"-Zeitung
Wiegand Wagner/ imago images

Alexandra Würzbach berichtete auch aus dem Bundestag für die "Bild"-Zeitung

Horns Nachfolgerin Würzbach, 51, arbeitete unter anderem in der Dresden-Redaktion der "Bild", als Unterhaltungschefin bei der "B.Z." und als Textchefin in der "Bild"-Bundesredaktion.

2002 war Würzbach als Korrespondentin des Schweizer "SonntagsBlick" in vermeintliche Enthüllungen um eine angebliche Affäre des Schweizer Botschafters in Berlin mit einem Nacktmodell verwickelt. Für die Aussagen der Frau waren 10.000 Euro an das Nacktmodell geflossen, wie Verleger Michael Ringier später einräumte. Würzbach verließ die Zeitung und kehrte als Autorin zur "Bild" zurück. Seit 2013 ist sie Mitglied der Chefredaktion, im Juni dieses Jahres war Würzbach zur Stellvertreterin von "Bild"-Chef Julian Reichelt berufen worden.

Erst vor gut drei Wochen hatte der stellvertretende "Bild"-Chefredakteur Nikolaus Blome seinen Rückzug angekündigt.

brs



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