Expansionspläne Le Pen würde mit "Breitbart News" zusammenarbeiten

"Breitbart News" hat Donald Trumps Wähler mobilisiert, inzwischen denkt die US-Webseite über eine Expansion nach Frankreich nach. Die Nichte von Front-National-Chefin Le Pen wäre über eine Zusammenarbeit "glücklich".

Marion Maréchal-Le Pen
REUTERS

Marion Maréchal-Le Pen


Die rechtsextreme französische Politikerin Marion Maréchal-Le Pen kann sich eine Zusammenarbeit mit der ultrakonservativen US-Website "Breitbart News" vorstellen. Sollte "Breitbart" nach Frankreich expandieren, wäre sie "glücklich" über eine Zusammenarbeit, sagte die Nichte von Front-National-Chefin Marine Le Pen in Moskau der Nachrichtenagentur AFP.

"Breitbart News", das mit einem Anti-Einwanderer-Kurs vor allem weiße, rechtskonservative Leser anzieht, will nach eigenen Angaben vor den Wahlen im kommenden Jahr nach Deutschland und Frankreich expandieren. Ableger der umstrittenen Nachrichtenseite gibt es bereits in London und Jerusalem.

Bereits im Juli kündigte der damalige "Breitbart"-Chef Stephen Bannon - Donald Trumps künftiger Chefstratege im Weißen Haus - in einem Interview an, ein "Breitbart Paris" oder "Breitbart Frankreich" gründen zu wollen. Die 26-jährige Maréchal-Le Pen lobte er dabei als "aufsteigenden Stern" der französischen Politik.

Gegenüber AFP sagte Maréchal-Le Pen, es gebe "keinen direkten Kontakt" zu Bannon. Zwischen dem Front National und Trumps Team gebe es jedoch seit einiger Zeit "kleine Kontakte".

Maréchal-Le Pens Tante Marine Le Pen hat bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Frühjahr 2017 beste Chancen, in die zweite Runde einzuziehen. Umfragen zufolge wäre sie in der Stichwahl aber nahezu chancenlos.

mka/AFP



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
taglöhner 15.11.2016
1. Telecharger
Mache losse! Die Franzosen um Le Pen als irgendwie annähernd anglophil zu bezeichnen wäre sehr gewagt. Witzig finde ich die Vorstellung, dass es im kommenden Wahlkampf eher Sarkozy sein wird, der für französische Verhältnisse ähnlich provokativ und flapsig textet wie Trump.
sametime 15.11.2016
2. Der braune Sumpf...
... sammelt sich.
andreas_bauri 16.11.2016
3.
Es ist allein dieses Jahr schon viel zu oft passiert das etwas "chanceloses" am Ende doch gewonnen hat ;-D Ich hoffe die Franzosen merken, dass nur sie über den Ausgang der Wahl entscheiden und anschließend brav das richtige wählen
larsmach 16.11.2016
4. Die Zeit der Ausreden - ...vorbei!
Jetzt kommt die Zeit der Bewährung: Die USA opfern sich für dieses einzigartige Experiment, in dem eine große Industrienation die Schotten dicht macht und Pläne umsetzt, die wir sonst nur bei Wahlkämpfen zu hören bekommen. Auch die AfD könnte ihr Parteiprogramm (z.B. Abschaffung des Arbeitslosengeldes sowie kommunaler Steuern) nur mit einer satten Mehrheit im Bundestag und Regierungsverantwortung umsetzen. Solange sie dazu keine Gelegenheit hat, bleiben Überlegungen zur Finanzierung von Kindergärten usw. nur Dystophie.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.